Geschäftsbericht

Agaplesion investiert dank hohem Überschuss

Das christliche Gesundheitsunternehmen Agaplesion gemeinnützige AG hat vergangene Woche den Geschäftsbericht 2016/17 vorgelegt. Der Jahresüberschuss beträgt 30,8 Millionen Euro.

Vorstand Agaplesion

Foto: Agaplesion

v.l.n.r.: Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender Agaplesion gAG; Jörg Marx, Vorstand Finanzen und IT; seit 1. April 2017 neu im Vorstandsteam: Roland J. Kottke, Vorstand Personal und Einkauf

Der Vorstand berichtet im Geschäftsbericht ausführlich über die zahlreichen Projekte zu den strategischen Jahresschwerpunkten Digitalisierung (2016) und Spiritualität (2017). Die Umsatzerlöse stiegen um rund 15 Prozent auf insgesamt 1.113,1 Millionen Euro, der erwirtschaftete Jahresüberschuss beträgt 30,8 Millionen Euro. Die finanziellen Mittel werden nicht ausgeschüttet, sondern in moderne Einrichtungen und Patientenbetreuung investiert.

Inhaltlich war zweifelsohne die Entwicklung der Digitalstrategie das beherrschende Thema des Geschäftsjahrs 2016. „Die Digitalisierung ermöglicht eine bessere Behandlungsqualität für Patienten in den Krankenhäusern und die Bewohner unserer Wohn- und Pflegeeinrichtungen. Denn nur digital können wir sicherstellen, dass die immer umfangreicheren Informationen zu jeder Zeit für alle am Behandlungsprozess Beteiligten zur Verfügung stehen“, erklärt Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender Agaplesion gAG. Mit der Umsetzung der mobilen digitalen Patientenakte schafft das Unternehmen hierfür die notwendigen Voraussetzungen. Die Digitalstrategie wird das Unternehmen auch in den kommenden Jahren beschäftigen. „Die Versorgungsstrukturen rund um den Patienten werden immer komplexer“, beschreibt Horneber die Situation.

„Während die Digitalisierung unsere technischen Voraussetzungen stärkt, haben wir uns im Lutherjahr 2017 Spiritualität als strategisches Jahresthema vorgenommen, um unsere inneren Kräfte zu stärken“, umreißt PD Dr. Holger Böckel, Leiter des Agaplesion Instituts für Theologie – Diakonie – Ethik, die Zielsetzung des aktuellen Jahresthemas.

„Wirtschaftlich ist das Geschäftsjahr 2016 sehr erfolgreich verlaufen“, berichtet Jörg Marx, Vorstand und Finanzchef der Agaplesion gAG. „Das ist auch notwendig, damit wir auch in Zukunft in moderne Einrichtungen und Patientenbetreuung investieren können.“ Im stationären und teilstationären Bereich wurden über 260 000 Patienten behandelt. Das sind rund 11 500 mehr als im Vorjahr. Im Bereich der ambulanten Behandlung waren es rund 406 500 Patienten. Auch im Bereich Wohnen und Pflegen wurde der Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortgesetzt und konnte die Zahl der Berechnungstage um 4 Prozent auf rund 1,0 Mio. gesteigert werden. Die Umsatzerlöse stiegen um rund 15 Prozent auf insgesamt 1,11 Milliarden Euro. Das organische Wachstum lag mit 3,8 Prozent (Vorjahr: 3,2 Prozent) überproportional zum Markt.

Insgesamt erwirtschaftete Agaplesion einen Jahresüberschuss von 30,8 Millionen Euro. Da das gemeinnützige Unternehmen keine Gewinne ausschüttet, stehen alle Überschüsse für Investitionen zur Verfügung. Im Jahr 2016 erhöhte Agaplesion seine Investitionen noch einmal auf 139,8 Millionen Euro (Vorjahr: 102,7 Mio.). In Zukunft wird aber nicht nur in Gebäude investiert, sondern immer mehr auch in die Digitalisierung.

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