
Die Arberlandkliniken verzeichnen jedoch nach drei aufeinanderfolgenden Jahren mit einem positiven Ergebnis das erste Mal wieder ein leichtes Defizit. Dies liege unter anderem an erheblichen Mehrkosten für die Übernahme der Mitarbeiter aus den Bereichen Pflege, Medizinische Fachangestellte und Verwaltung in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Für die insgesamt 220 Personen, die zuvor über die Arberlandkliniken Service GmbH beschäftigt waren, bedeutete dies erhebliche Gehaltssteigerungen, sowie eine zusätzliche Altersabsicherung. Für die Übernahme entstanden jährliche Mehrkosten von rund 800.000 Euro.
Zudem fielen auch 2018 wieder nicht-gedeckte Vorhaltekosten der Geburtshilfe in Zwiesel von knapp 1 Mio. Euro an. Erfreulich ist jedoch die Aussicht, dass dieses Defizit, welches der Landkreis Regen für das Jahr 2018 übernommen hat, durch einen Zuschuss an den Landkreis von bis zu 85% dieses Betrags, über die „Richtlinie zur Förderung der Geburtshilfe in Bayern“ des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege noch 2019 größtenteils abgedeckt werden soll.
In der Arberlandklinik Zwiesel gab es 2018 insgesamt 9.311 stationäre (Vorjahr: 8.960) und 15.989 ambulante Fälle. In der Arberlandklinik Viechtach waren es 6.637 stationäre (Vorjahr: 6.145) und 20.914 ambulante Fälle). Die Zahl der Patienten erhöhte sich im Jahr 2018 um 5,8%. Die stationäre Belegung beider Kliniken lag bei fast 85%. „Im Klinikwesen sprechen wir ab 80 Prozent von einer Vollbelegung“, erläuterte Schmitz. „Mehr geht kaum noch.“ Auch aus diesem Grund haben die Arberlandkliniken für jeden Standort eine Planbettenerhöhung beantragt. Aktuell sind dies pro Haus 157 Betten, beantragt wurden jeweils 166. Der Krankenhausplanungsausschuss soll hierüber im November 2019 entscheiden.







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