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AndernachBericht liegt vor – kein Fehlverhalten von Klinikchef Wilhelm

Eine externe Untersuchung entlastet den Geschäftsführer Dr. Alexander Wilhelm des Landeskrankenhauses Andernach. Die anonymen Vorwürfe seien unbegründet, heißt es in dem Bericht, der dem Aufsichtsrat des Hauses vorliegt.

Eine Hand hält einen Stift und schreibt auf ein Prüfungsdokument.
jannoon028/stock.adobe.com
Symbolfoto

Mittlerweile liegt der Abschlussbericht einer externen Untersuchung durch eine Anwaltskanzlei dem Aufsichtsrat des Landeskrankenhauses Andernach vor. Die Untersuchung war veranlasst worden als Kritik gegenüber Geschäftsführer Dr. Alexander Wilhelm laut wurde. Anonyme Hinweise waren beim Aufsichtsrat eingegangen, die im Oktober vergangenen Jahres für Aufruhr sorgten. Die anonymen Hinweise bezogen sich der Kanzlei zufolge auf Berichtspflichten des Geschäftsführers gegenüber dem Aufsichtsrat, die Trennung von Mitarbeitern, die Vergabe von Dienstleistungen und Bilanzen. 

„Die Ergebnisse bestätigen eindeutig, dass die gegen die Geschäftsführung erhobenen Vorwürfe unbegründet sind“, heißt es in einer Mitteilung des Landeskrankenhauses. „In den geprüften Bereichen wurde kein Fehlverhalten festgestellt.“ Lediglich „geringfügig formale Punkte“ seien ermittelt worden, etwa eine nicht aktualisierte Datenschutzerklärung. Diese Versäumnisse werde das Haus „umgehend beheben“ und zum Anlass nehmen, interne Prozesse weiter zu optimieren.

Die Kanzlei habe jeden Stein umgedreht, um sich ein umfassendes Bild über die Vorgänge zu machen und den Geschäftsführer nun entlastet, erklärte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). Der Aufsichtsrat habe daraufhin beschlossen, Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Wilhelm zu führen.

Fokus auf inhaltliche Arbeit

Wilhelm zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen: „Mein Dank gilt dem Aufsichtsrat sowie Gesundheitsminister Clemens Hoch, die frühzeitig eine unabhängige externe Überprüfung veranlasst und konsequent am Grundsatz der Unschuldsvermutung festgehalten haben.“ Nun könne man sich wieder auf umfänglich auf die inhaltliche Arbeit am Landeskrankenhaus fokussieren. Dabei stünden die Modernisierung sowie die wirtschaftliche Stabilisierung des Hauses im Mittelpunkt.

Das Landeskrankenhaus ist der größte Krankenhausträger im psychiatrisch-psychotherapeutischen und neurologischen Bereich in Rheinland-Pfalz. Es gibt mehr als 5.400 Beschäftigte an 30 Standorten. Aufsichtsratsvorsitzende ist die Staatssekretärin im Landesgesundheitsministerium, Nicole Steingaß (SPD). Das Landeskrankenhaus kämpft mit finanziellen Problemen und rechnet mit einem Millionenverlust für das abgelaufene Geschäftsjahr.

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