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FlutkatastropheBerlin sendet Sauerstoff-Aggregate nach NRW in Hochwassergebiet

Berlin hilft dem St. Antonius Hospital in Eschweiler, das von der Flutkatastrophe betroffen ist: Mehrere Aggregate zur Druckluft- und Sauerstoffversorgung aus dem Corona-Notfallkrankenhaus werden nach NRW geschickt, wie die Gesundheitsverwaltung am 21. Juli 2021 mitteilte.

Rettungswagen
Ronald Rampsch/stock.adobe.com

Symbolfoto

Am St. Antonius Hospital in Eschweiler, Nordrhein-Westfalen, haben die Fluten gewütet; seine Untergeschosse wurden überflutet und schwer beschädigt. Deshalb schickt Berlin jetzt mehrere Aggregate zur Druckluft- und Sauerstoffversorgung aus dem Corona-Notfallkrankenhaus auf dem Messegelände ins Katastrophengebiet.

Den Transport der Gerätschaften übernimmt den Angaben zufolge die Herstellerfirma Dräger. In drei bis fünf Tagen sollen sie im Hochwassergebiet ankommen. Das Hospital in Eschweiler bei Aachen war wegen der Fluten evakuiert worden, soll aber in absehbarer Zeit seine Arbeit wieder aufnehmen. Die Aggregate können das komplette Krankenhaus mit Druckluft und Sauerstoff versorgen.

"Wir haben was, das St. Antonius Hospital in Eschweiler in der Not braucht", sagte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. "Jetzt ist schnelle und unkomplizierte Unterstützung angesagt. Das Corona-Reservekrankenhaus steht bereit. Wir stellen grundsätzlich alles zur Verfügung, was in der Not gebraucht werden kann, um den Menschen im Hochwasserkatastrophengebiet zu helfen."

Das Corona-Notfallkrankenhaus auf dem Berliner Messegelände war im Vorjahr als Reserve eingerichtet worden, um bei Bedarf die regulären Kliniken in der Pandemie zu unterstützen. Es ging nie in Betrieb und wird nun laut Gesundheitsverwaltung schrittweise wieder abgebaut.

Das Technische Hilfswerk (THW) kündigte Unterstützung aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt für die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen an. Insgesamt seien 190 Einsatzkräfte aus den drei Bundesländern eingebunden. "Es geht vor allem darum, die noch existierende Infrastruktur am Laufen zu halten, um Schlimmeres zu verhindern und kaputte Infrastruktur wieder aufzubauen. Das ist enorm wichtig, damit sich die Situation für die Menschen in der Katastrophenregion schrittweise spürbar verbessern kann", sagte THW-Landesbeauftragter Sebastian Gold in einer Mitteilung.

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