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Kardiologie-HubNeue Allianz stärkt digitale Herzforschung in Berlin

Biotronik, Charité und die Stiftung Deutsches Herzzentrum schließen sich in Berlin zusammen. Mit KI, Telemonitoring und neuen Forschungsstrukturen soll die kardiovaskuläre Versorgung digitaler, vernetzter und effizienter werden.

Partnerschaft Biotronik, Charité und Stiftung Deutsches Herzzentrum
Andrea Vollmer
Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, Dr. Volker Lang, Senior Vice President Research & Development bei Biotronik, und Andreas Portmann, Geschäftsführer der Stiftung Deutsches Herzzentrum (v. l. n. r.) wollen Berlin stärken als Europas Zentrum für digitale und translationale Kardiologie.

Sie wollen die digitale und translationale Kardiologie weiterentwickeln: Das Medizintechnikunternehmen Biotronik, die Charité und die Stiftung Deutsches Herzzentrum kooperieren künftig in diesem Bereich. Herzstück der Zusammenarbeit ist die Verknüpfung klinischer Expertise mit technologischer Entwicklung. Während das Deutsche Herzzentrum der Charité (DHZC) seine Erfahrung in der Versorgung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen einbringt, steuert Biotronik Kompetenzen in den Bereichen aktive Herzimplantate, künstliche Intelligenz und vernetzte Gesundheitstechnologien.

Fokus auf KI und Simulation

Die Partner bauen auf bereits bestehenden, teils öffentlich geförderten Projekten auf und erweitern diese nun systematisch. Die Initiative soll den gesamten Innovationsprozess umfassen – von der frühen Ideenphase über gemeinsame Entwicklungsprojekte bis hin zur Auftragsforschung, teilen die Unternehmen mit.

Erste Projekte konzentrieren sich auf die Entwicklung KI-gestützter Anwendungen sowie moderner Simulationsumgebungen. Diese sollen dazu beitragen, implantatbasierte Therapien weiter zu verbessern und individueller auf Patientinnen und Patienten zuzuschneiden. Ziel ist es, Therapieergebnisse messbar zu optimieren und gleichzeitig neue Versorgungsmodelle zu ermöglichen.

Die Zukunft der kardiovaskulären Versorgung ist digital, vernetzt und prädiktiv

 

„Die Zukunft der kardiovaskulären Versorgung ist digital, vernetzt und prädiktiv“, sagt Dr. Volker Lang, Senior Vice President Research & Development bei Biotronik. Durch die Integration von KI, Telemonitoring und implantierbaren Technologien in die klinische Forschung könne die Versorgung grundlegend verbessert werden.

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Brücke zwischen Forschung und Versorgung

Auch die Charité sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt hin zu einer datengetriebenen Medizin. Vorstandsvorsitzender Prof. Heyo K. Kroemer hebt hervor, dass universitäre Medizin und Industrie strategisch zusammenarbeiten, um Innovationen schneller voranzubringen. Gleichzeitig spiele die Ausbildung eine zentrale Rolle: Die nächsten Generationen von Kardiologinnen und Kardiologen sollen gezielt auf die Anforderungen der digitalen Medizin vorbereitet werden.

Prof. Gerhard Hindricks, kommissarischer Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am DHZC sowie leitender Projektmanager, sieht in der Partnerschaft die Chance, neue Erkenntnisse rascher in die Praxis zu überführen: „Neue Technologien verändern die Behandlung von Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz rasant.“

Stiftungsprofessur für digitale Kardiologie

Über die reine Projektarbeit hinaus planen Biotronik und die Stiftung Deutsches Herzzentrum gemeinsam eine Stiftungsprofessur für Digitale und Translationale Kardiologie an der Charité einzurichten und zu fördern. 

Damit wollen die Partner international erfahrene Forscherinnen und Forscher aus der digitalen Kardiologie und verwandten Fachgebieten nach Berlin holen und die Zukunft der kardiovaskulären Versorgung weltweit mitgestalten, fügt Andreas Portmann hinzu, Geschäftsführer der Stiftung.

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