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Grünes LichtBundeskartellamt genehmigt Deutsches Herzzentrum der Charité

Die Fusion zwischen Charité und Deutschem Herzzentrum Berlin (DHZB) rückt näher. Am Montag stimmte das Bundeskartellamt der Errichtung des gemeinsamen Deutschen Herzzentrums der Charité (DHZC) zu.

Charité

Charité, hier der Campus des Virchow-Klinikums

Das Bundeskartellamt hat die Zusammenführung der herzmedizinischen Angebote von Charité und Deutschem Herzzentrum Berlin und damit die Gründung des „Deutsches Herzzentrum der Charité“ am gemeinsamen Standort Campus Virchow-Klinikum freigegeben. Der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch das Bundeskartellamt ging eine längere Vorprüfung voraus. Anfang Mai 2021 hatte bereits der Berliner Senat grünes Licht für die Errichtung des DHZC gegeben. 

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Mit der Charité und den Vivantes-Kliniken hat das Land Berlin auf den dortigen Krankenhausmärkten eine herausgehobene Stellung. Das Deutsche Herzzentrum Berlin ist im Bereich Herzchirurgie führend. Die beiden Häuser sind schon heute im Bereich Herzmedizin sehr eng miteinander verbunden, so dass insoweit die Auswirkungen des Zusammenschlusses für den Wettbewerb sehr gering sind. Zudem verbleiben für die Patientinnen und Patienten nach dem Zusammenschluss hinreichende Auswahloptionen alternativer Klinik-Betreiber. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns auch mit möglichen Effizienzvorteilen befasst, die unter anderem von einem geplanten Neubau ausgehen sollen.“

Die Charité als Universitätsklinikum des Landes Berlin und das Deutsche Herzzentrum Berlin als unabhängige Stiftung im Land Berlin sind rechtlich getrennte Organisationen. Der Krankenhausbetrieb des DHZB, insbesondere die international renommierte Herzchirurgie, arbeitet jedoch bisher schon sehr eng mit der unmittelbar benachbarten Charité am Campus Virchow-Klinikum zusammen. Nunmehr sollen die herzmedizinischen Einrichtungen beider Träger zusammengelegt werden, um ein international führendes Herzzentrum zu errichten.

Zu diesem Zweck wird die Charité den Krankenhausbetrieb der DHZB-Stiftung erwerben und am Campus Virchow-Klinikum einen von Bund und Land Berlin finanzierten Neubau errichten, in dem die herzchirurgischen und kardiologischen Abteilungen von Charité und DHZB modernen medizinischen Erfordernissen entsprechend vereinigt werden. Zusätzlich wird der in den nächsten Jahren zu errichtende Neubau mit einer zentralen Notaufnahme und einem Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach ausgestattet sein und damit für zahlreiche Notfallpatienten aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern eine beschleunigte Behandlung ermöglichen.

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