Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

... Fortsetzung des Artikels

RegiomedDas Green Hospital Lichtenfels als grünes Vorbild

 

Passivhaus-Gebäudehülle

Zudem ist das neue Klinikum nach dem Passivhaus-Standard konzipiert. Dazu trägt vor allem die Gebäudehülle bei: Deren verbesserte Dämmung sorgt dafür, dass die warme Innenluft im Gebäude gehalten und die kalte Außenluft vom beheizten Raumvolumen abgehalten wird. Die Dreifachverglasungen der Fenster sorgen durch niedrige Wärmedurchgangskoeffizienten ebenfalls für geringe Wärmeverluste. Gleichzeitig weisen sie einen hohen Energiedurchlassgrad auf und können so kostbare Sonnenenergie einfangen und in den Räumen und Wänden speichern. Auch durch die Betonkernaktivierung wird der Energiebedarf zusätzlich gesenkt. Günstig war der Neubau allerdings nicht: Insgesamt rund 112 Millionen Euro kostete das Objekt, allein 87 Millionen davon steuert der Freistaat bei.

Das sich die Investition gelohnt hat, verdeutlicht nicht zuletzt die CO2-Bilanz des Gebäudes: Würde durch einen konventionellen Neubau, im Gegensatz zu dem alten Bestandgebäude, 23 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes eingespart, sind es in Lichtenfels nochmal 66 Prozent weniger – insgesamt stößt der Ersatzneubau des Klinikums pro Jahr damit ganze 75 Prozent weniger CO2 als das alte Klinikgebäude aus, rechnet die Green Hospital Initiative Bayern vor. Grund genug also, um den Green Hospital-Gedanken zukünftig auch in anderen Klinikneubauten umzusetzen – schließlich ist es noch nicht zu spät, die schleichende Erderwärmung zu stoppen.

Sortierung

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen