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RegiomedDetails für neues Klinikum Coburg vorgestellt

Im März 2021 gaben Regierung und Gesundheitsministerium ihr Einverständnis zum Neubau des Regiomed Klinikums Coburg. Nun wurden die detaillierten Pläne vorgestellt.

Visualisierung Regiomed Klinikum Coburg
Ahs Architekten

Visualisierung des Neubaus Regiomed Klinikum Coburg.

444 Millionen Euro werden in den Neubau des Klinikums in Coburg investiert. Am Dienstag präsentierten Regiomed-Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke, Landrat Sebastian Straubel und Oberbürgermeister Dominik Sauerteig erstmals die Pläne für das medizinische Leuchtturmprojekt.

Der Bau, der auf dem Areal der ehemaligen BGS-Kaserne entstehen wird, soll insgesamt vier Gebäudekomplexe umfassen: das Klinikum, ein Gesundheitszentrum, die Akademie sowie ein Parkhaus. Der derzeitige Planungsschwerpunkt liegt allerdings zunächst auf dem Klinikgebäude, erläuterte Alexander Schmidtke beim Pressegespräch am 19. Oktober 2021.

Plankosten belaufen sich auf 444 Millionen Euro

Die geschätzten Gesamtkosten für das neue Klinikum betragen nach aktuellem Stand 444 Millionen Euro, 313 Millionen Euro davon werden voraussichtlich durch das Ministerium gefördert. Der Eigenanteil beläuft sich somit noch auf 131 Millionen Euro, den der Krankenhausverband aus Landkreis und Stadt Coburg einerseits sowie die Klinikum Coburg GmbH andererseits jeweils zur Hälfte aufbringen.

Im März hatte das Bayerische Gesundheitsministerium die Pläne eines Klinik-Neubaus denen einer Generalsanierung vorgezogen, weil dieser die wirtschaftlichere und funktionell sinnvollere Lösungsvariante sei. Mit Unterstützung des Projektsteuerers Drees & Sommer sowie dem Generalplaner Ash Architekten hat der Krankenhausverband daraufhin die weiteren Planungen des Neubaus vorangetrieben.

Bis zum Bezug des neuen Klinikums auf der Lauterer Höhe sind aber noch einige Etappen des Weges zu gehen. Als nächstes steht zum Beispiel die Aufnahme in das Bayerische Jahreskrankenhausbauprogramm an. Der Antrag dazu muss bis 17. Dezember eingereicht werden.

Auch der Grundstückserwerb steht noch an. Dazu erläuterte Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig, dass das avisierte Grundstück aktuell noch der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gehört. Die Stadt Coburg sei derzeit, zusammen mit dem Krankenhausverband Coburg, in den finalen Zügen der Vertragsverhandlungen für den Erwerb des Grundstücksanteils, der in die Gemarkung der Stadt Coburg fällt.

Fertigstellung bis 2029 geplant

Der Baubeginn ist aktuell für Ende 2024 vorgesehen, die Nutzung des neuen Klinikums soll dann im Jahr 2029 möglich sein. Bauherr und Betreiber wird die Klinikum Coburg GmbH sein, die wiederum als Tochtergesellschaft zum länderübergreifenden Regiomed Gesundheitsverbund gehört. 630 stationäre Betten sowie insgesamt 150 weitere Plätze für Rehabilitation, Dialyse und Tagesklinik wird das neue Haus umfassen.

Der Neubau sei Bestandteil einer zielgerichteten Zukunftsplanung der Regiomed-Kliniken GmbH. Schmidtke sprach von einem sogenannten „Blue Hospital“, das sich vor allem durch einen hohen und hochmodernen Technikanteil sowie eine weitestgehend Digitalisierung auszeichne: „Es wird als Leuchtturmprojekt der medizinischen Entwicklung auch für Stadt und Landkreis zum Aushängeschild moderner Versorgungswege werden.“

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