
Die rechtlichen Prüfungen stehen noch aus, doch wenn in ihrem Sinne entschieden wird, will sich die Evangelisch-Lutherische Diakonissenanstalt zu Flensburg („Diako“) von ihrem Diako Krankenhaus trennen. Zum 1. März 2026 sollen die gesamten Anteile an die Malteser übertragen werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.
Damit werden die Malteser, die in Flensburg ihr St. Franziskus-Hospital betreiben, auch die vollständige Trägerschaft des geplanten Fördeklinikums übernehmen, dessen Baubeginn für Ende 2026 vorgesehen ist. Bislang war mit einer geteilten Trägerschaft geplant worden.
Am Fahrplan für das Fördeklinikum ändere die Anteilverschiebung nichts, wird betont: Es soll bis 2030 fertiggestellt werden. Von zentraler Bedeutung bleibe der ökumenische Gesundheitscampus, den beide Partner weiter gemeinsam planen. So sollen neben dem neuen Krankenhaus eine Erwachsenen- und Kinderpsychiatrie der Diako Nordfriesland, eine Tagespflege, eine Kindertagesstätte sowie – auch künftig in gemeinsamer Trägerschaft von Diako und Maltesern – das Ökumenische Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen entstehen.
Der Krankenhausverkauf sei notwendig geworden, „um die wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen für die Zukunft des Fördeklinikums zu erhalten“, sagt Pastor Dirk Outzen vom Vorstand der Diako: „Wir sind den Maltesern sehr dankbar, dass sie sich bereit erklärt haben, ihr Engagement kurzfristig und langfristig deutlich zu erhöhen und somit das Fördeklinikum wie geplant zu ermöglichen.“
Der Projektfahrplan für das zukünftige Klinikum steht unverändert fest.
Die Diako werde sich künftig auf die Bereiche ambulante und stationäre Altenpflege, Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie, Bildung und Ausbildung, Servicegesellschaften, Suchtberatungsstellen, Werkstätten, betreutes Wohnen und weitere Aufgabenbereiche an ihren 19 Standorten im Norden ausrichten, so Outzen.
„Wir übernehmen gerne die Gesamtträgerschaft des künftigen Fördeklinikums und zwischenzeitlich auch die Verantwortung für das Diako Krankenhaus“, betont Ulf Reermann, der Geschäftsführer der Malteser Deutschland. Der Projektfahrplan für das zukünftige Klinikum stehe unverändert fest. Bis ein Umzug in den Neubau erfolgen könne, sollen die beiden bestehenden Krankenhäuser demnach an ihren Standorten weiterhin sehr eng zusammenarbeiten. Das medizinische Konzept des Fördeklinikums bleibe durch die Neuordnung der Trägerschaft unverändert.







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