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EntlastungstarifvertragErneuter Streik und Verhandlungen an NRW-Unikliniken

Der Streik an den Universitätskliniken in NRW geht in die vierte Woche. Für die nächsten Tage sind weitere Verhandlungen angesetzt, am 25. Mai will Verdi in Essen über den aktuellen Stand informieren.

Streik
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Symbolfoto

Hunderte Beschäftigte der sechs Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben wegen der hohen Belastung im Gesundheitswesen erneut für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt. Mehr als 550 Teilnehmende demonstrierten nach Gewerkschaftsangaben am 24. Mai 2022 in Bonn. Sie zogen vom Eingang des Klinikums bis zum Poppelsdorfer Platz, wo am Mittag die Abschlusskundgebung stattfand. Die Demonstranten wollten damit weiter Druck auf die Arbeitgeber ausüben, um einen „Tarifvertrag Entlastung“ zu erwirken. In Bonn demonstrierten nicht nur Pflegekräfte, sondern beispielsweise auch Beschäftigte im Krankentransport oder der Logistik.

Im seit Wochen andauernden Tarifkonflikt hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Beschäftigten erneut zu Streiks aufgerufen. Nachdem sich lange nichts bewegt hatte, fand am 20. Mai eine erste Verhandlungsrunde zwischen Verdi und den Vorständen der sechs Unikliniken Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Essen und Münster statt. Aber es ruckelt noch gewaltig zwischen den Parteien. „Von uns aus sollte das alles schneller gehen“, sagte Verdi-Sekretär Arno Appelhoff der Deutschen Presse-Agentur in Bonn.

Weitere Verhandlungstage waren für den 24. und 25. Mai und sowie den 31. Mai geplant. Am 25. Mai (11.00 Uhr) hat Verdi zu einer Pressekonferenz ins Streikzelt am Uniklinikum Essen eingeladen, um über den Stand der Verhandlungen zu informieren.

Die Beschäftigten der sechs Unikliniken in NRW sind seit 21 Tagen im Streik für einen Tarifvertrag Entlastung. Sie fordern verbindliche Personalbemessungen für alle Arbeitsbereiche an den Kliniken und einen Belastungsausgleich für unterbesetzte Schichten. Für das Ziel gibt es auf der Arbeitgeberseite durchaus Verständnis. Allerdings fehlen am Markt weiterhin insbesondere Pflegekräfte.

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