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50 Millionen EuroEv. Krankenhaus Göttingen-Weende eröffnet Klinik-Neubau

In weniger als drei Jahren Bauzeit ist auf dem Gelände des Ev. Krankenhauses Göttingen-Weende (EKW) ein knapp 50 Millionen Euro teurer Neubau entstanden. Diesen werden ab sofort die internistische Funktionsdiagnostik, Pneumologie sowie eine Komfortstation nutzen.

Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende, neueröffnetes Haus 3.
t+p Architekten

Das neue Haus 3 des EKW hat 47,6 Millionen Euro gekostet.

Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende, Neueröffnung Haus 3.
EKW

(v.l.): Prof. Dr. Michael Karaus (Med. Geschäftsführer EKW), Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, Hans-Joachim Lenke (Aufsichtsratsvorsitzender EKW) und Frank Czeczelski (Kfm. Geschäftsführer EKW).

Am Mittwoch, dem 24. August 2022 eröffnete das EKW sein neues „Haus 3“. Der Bau wurde mit großer Unterstützung des Sozialministeriums gefördert und vom niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften begleitet. „Die Gesamtkosten belaufen sich auf 47,6 Millionen Euro. Dafür wurden 37,5 Millionen vom Land als Fördermittel zur Verfügung gestellt, der Rest sind Eigenmittel des Weender Krankenhauses, unter anderem auch für eine Komfortstation“, erklärt Frank Czeczelski, Kaufmännischer Geschäftsführer des EKW.

188 Kilometer Kabelleitungen und 275 Fenster und Außentüren

Vor Baubeginn mussten 257 Meter Pfahlwände von 7 bis 12 Metern Länge in den Boden gesetzt werden, um das Gebäude vor dem Wasserdruck der Lutter zu schützen. Insgesamt wurden 11 200 Kubikmeter Beton und 144 Tonnen Konstruktionsstahl verbaut. Außerdem wurden188 Kilometer Kabelleitungen und neun Kilometer Wasserrohre verlegt, 275 Fenster und Außentüren eingebaut, 3750 Schalter und Steckdosen angeschlossen. 1800 Ein- und Anbauleuchten sorgen für gute Sicht. Arbeiter aus über fünfzig Gewerken waren auf der Baustelle im Einsatz. Die Gesamtnutzfläche von Haus 3 beträgt rund 13 000 Quadratmeter auf sieben Etagen.

Im ersten Obergeschoss, direkt im Anschluss der Magistrale, die sich durch vier Gebäude des Weender Krankenhauses zieht, liegt die internistische Funktionsdiagnostik. Diese hochmoderne Endoskopie-Einheit mit fünf Untersuchungsräumen, einem großen Vorbereitungs- und Aufwachraum sowie zahlreichen Untersuchungszimmern für die sonographische Diagnostik aber auch die übrige gastroenterologische und pneumologische Funktionsdiagnostik ist mit später einmal rund 14 000 Endoskopien und 50 000 Funktionsdienst-Untersuchungen jährlich eine der größten in Südniedersachsen.

Das Aushängestück dieses Bereiches ist die nach eigenen Angaben moderneste Geräteaufbereitungseinrichtung Norddeutschlands, bei der die reine von der unreinen Seite durch modernste Endoskopie-Durchreiche-Waschmaschinen getrennt werden. Beim Bau wurde auch darauf geachtet, dass Patientinnen und Patienten sowie das Pflegepersonal kurze und optimierte Wege haben.

Abgetrennte Covid-Einheit

Im zweiten und dritten Obergeschoss befinden sich die zwei großen Bettenstationen für die Pneumologie. Die Stationen haben 55 bzw. 64 Betten, die pneumologische Station beinhaltet dabei das Schlaflabor mit sechs Plätzen und eine Isoliereinheit. Auf einer weiteren Station wird unter anderem eine Covid-Einheit etabliert, die über Schleusen abtrennbar ist. 

In die 4. Etage zieht im Dezember eine neue Komfortstation für 26 Patienten in 20 Einzelzimmern und drei Doppelzimmern ein – die erste dieser Art in Göttingen. In das jetzt noch leere Erdgeschoss soll später ein neuer größerer OP-Trakt im Rahmen der nächsten Bauförderung eingerichtet werden.

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