Bericht

Experten raten zu enger Klinik-Kooperation in Berlin

Es wäre keine Fusion, aber eine Neuausrichtung: Für eine bessere Gesundheitsversorgung der Menschen in Berlin schlagen Experten eine engere Zusammenarbeit der landeseigenen Kliniken Charité und Vivantes vor.

Charité Campus Mitte, neues Bettenhochhaus

Foto: Charité

Charité Campus Mitte, neues Bettenhochhaus

Das geht aus einem am Montag vorgestellten Bericht hervor, den die Kommission «Gesundheitsstadt Berlin 2030» um den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach in Auftrag von Regierungschef Michael Müller (SPD) erarbeitet hat.

Laut Konzept würden sich beide Häuser ihre Aufgaben unter dem Dach einer landeseigenen Gesellschaft klar teilen: Die Uniklinik würde sich auf Hochleistungsmedizin konzentrieren, zum Beispiel auf Patienten mit komplizierten Autoimmunerkrankungen, wie Lauterbach erläuterte. Der Klinikkonzern Vivantes übernähme «die übrige Versorgung», also eher Routineeingriffe. Dortige Patienten könnten als Teilnehmer an Charité-Studien aber wiederum schneller von neuen Behandlungs- und Diagnoseansätzen profitieren, hieß es.

Bereits vorgesehen ist eine gemeinsame Ausbildungsbildungsstätte beider Kliniken für Gesundheitsberufe wie Pflegekräfte. Die Grundstückssuche laufe, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD). Regierungschef Müller kündigte eine Auseinandersetzung mit den Vorschlägen im Parlament und in den Klinik-Aufsichtsräten an. Die Kommission aus elf Experten war 2018 eingesetzt worden. Ziel ist es, Berlin bis 2030 zur «europäischen Top-Adresse in der medizinischen Forschung und Versorgung» zu entwickeln, wie es hieß.

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