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Prof. Karl LauterbachFinanzierung von Kinderkliniken soll reformiert werden

Gesundheitsminister Prof. Lauterbach kündigt ein neues Finanzierungsmodell der stationären Kinder- und Jugendmedizin an, um sie alsbald ökonomisch zu entlasten. 

Mehrere Banknoten liegen verteilt und auf ihnen ein Stethoskop.
Jiri Hera/stock.adobe.com
Symbolfoto

Am Rande seines Besuchs in der Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin am 6. Mai 2022 sprach Prof. Karl Lauterbach von einer nachhaltigen Stärkung der stationären Kinder- und Jugendmedizin im Rahmen seiner geplanten Krankenhausreform. Angedacht seien ein neues Vergütungssystem durch Herausnahme der Kinderkliniken aus dem Fallpauschalensystem, eine bessere Bezahlung der Pflege in der Pädiatrie und eine gesicherte Infrastrukturfinanzierung.

Kostendeckende Finanzierung in Planung

Vom teilweise „maroden baulichen Zustand“ der Sankt August Kinderklinik zeigte sich der Gesundheitsminister betroffen. Aus seiner Sicht liegen die Ursachen für die ökonomischen Probleme der Kinderklinik im System, das die Kinderkliniken nicht ausreichend abbilde. Daher stellte Lauterbauch im Rahmen der von ihm geplanten Krankenhausreform eine kostendeckende Finanzierung der Kinderkliniken in Deutschland in Aussicht, um jene ökonomisch zu entlasten. Hierbei wolle er die „Kinderkliniken und Geburtshilfen aus dem Fallpauschalensystem entfernen und auf eine andere Art und Weise vergüten.“

„Die Reform werde sehr früh kommen“, kündigte der Minister an, die Arbeit daran habe bereits begonnen. Neben einem neuen Vergütungssystem durch eine zeitige Herausnahme der Kinderkliniken aus dem Fallpauschalensystem kündigte Lauterbauch auch Reformen für eine bessere Bezahlung sowie Arbeitsbedingungen in der Pädiatrie-Pflege und eine gesicherte Infrastrukturfinanzierung an.

In Deutschland steht die Pädiatrie laut Asklepios insgesamt seit Jahren unter Druck, weil das Fallpauschalensystem den höheren Aufwand, den die Behandlung von Kindern und Jugendlichen erfordert, nicht abbildet. Entsprechende Abteilungen in den Kliniken müssten quersubventioniert werden. Zudem leidet die Kinderheilkunde ganz besonders unter einem Mangel an Fachkräften – sowohl im ärztlichen wie im pflegerischen Bereich.

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