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Kommunale KlinikenGanztägiger Ärztestreik am 31. März

Der Marburger Bund hat Ärzt*innen bundesweit zum eintägigen Warnstreik am 31. März 2022 aufgerufen. Der Ärzteverbund fordert eine Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent und einen gesicherten Anspruch auf freie Wochenenden.

Streik
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Symbolfoto

Der Marburger Bund hat Ärztinnen und Ärzte, die in kommunalen Kliniken (Tarifbereich VKA) beschäftigt sind, zum bundesweiten eintägigen Warnstreik am 31. März 2022 aufgerufen. Die zentrale Streikkundgebung wird in Frankfurt am Main veranstaltet. Streikmaßnahmen hatte der Marburger Bund bereits am 10. März angekündigt. Deutschlandweit sind 55 000 Ärzt*innen betroffen. Zum Streik aufgerufen sind in Hessen beispielsweise 50 Häuser, in Niedersachsen 40.

Forderung nach 5,5 Prozent mehr Gehalt

Der Warnstreik ist nach Angaben des Marburger Bundes eine Reaktion auf das Verhalten der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). In vier Verhandlungsrunden und zwei Sondierungsgesprächen sei keine Einigung erzielt worden. Die erste Verhandlungsrunde fand bereits im Oktober 2021 statt.

Der Ärzteverbund fordert klare Grenzen für Bereitschaftsdienste, eine Limitierung der Rufbereitschaft, einen gesicherten Anspruch auf freie Wochenenden und mehr Planungssicherheit bei den Diensten sowie eine Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent.

„Die Forderungen des Marburger Bundes liegen seit über einem halben Jahr auf dem Tisch, ohne dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände um eine Einigung bemüht ist“, sagte der Verbandsvorsitzende in Niedersachsen, Hans Martin Wollenberg.

Kritik am Warnstreik

Der Kommunale Arbeitgeberverband Baden-Württemberg kritisiert den Warnstreik des Marburger Bundes. „In Corona-Zeiten ist das nicht die sinnvollste Maßnahme“, sagte Hauptgeschäftsführer Joachim Wollensak. Momentan würden die Verhandlungen ruhen. „Wir hoffen, dass man weiterverhandelt.“

Um die medizinische Versorgung der Patient*innen zu gewährleisten, schließt die Ärztegewerkschaft nach Bedarf Notdienstvereinbarungen mit den einzelnen Krankenhäusern.

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