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FinanzspritzeGesetzliche Krankenkassen fördern Krankenhäuser im ländlichen Raum

Die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen unterstützen in diesem Jahr 140 ländliche Krankenhäuser mit insgesamt 68 Millionen Euro zusätzlicher Förderung.

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Jiri Hera/stock.adobe.com

Symbolfoto

Im Jahr 2021 sollen 140 ländliche Krankenhäuser mit insgesamt 68 Millionen Euro Euro gefördert werden, teilte der GKV-Spitzenverband am Donnerstag mit. Das Geld gehe direkt an Kliniken, die für die flächendeckende Grundversorgung oder die Geburtshilfe notwendig seien, hieß es in der entsprechenden Mitteilung.

Den Pauschalzuschlag in Höhe von 400 000 bis 800 000 Euro erhalten demnach Krankenhäuser auf dem Land, welche die Kriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) erfüllen. Dabei geht es um Fachbereiche der allgemeinen Grundversorgung, zu denen Innere Medizin und Chirurgie zählen, Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin. Wer ein oder zwei der notwendigen Fachabteilungen vorhält, erhalte 400 000 Euro Pauschalförderung. Für jede weitere der bedarfsnotwendigen Fachabteilungen sollen 200 000 Euro dazukommen.

Erstmals auch reine Kinderkliniken gefördert

Laut Spitzenverband erhalten damit 100 Krankenhäuser 400 000 Euro, 16 Krankenhäuser 600 000 Euro und 24 Krankenhäuser 800 000 Euro. Der Pauschalzuschlag für bedarfsnotwendige ländliche Krankenhäuser werde auch dann ausgezahlt, wenn die entsprechenden Kliniken kein Defizit haben.

Zudem werden laut Spitzenverband erstmals auch reine Kinderkliniken gefördert. «Innerhalb der Solidargemeinschaft der 73 Millionen gesetzlich Versicherten müssen wir gemeinsam die Versorgung der Kinder ganz besonders im Blick behalten», betonte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband.

Kliniksimulator hilft bei Ermittlung von Förderfähigkeit

Ob eine Klinik gefördert werde, hängt unter anderem von der Versorgungssituation vor Ort ab. So wird ein Krankenhaus finanziell unterstützt, wenn durch die Schließung die Anfahrtswege für die Bevölkerung in der betroffenen Region deutlich länger würden.

Wie sich die Entfernungen ändern, wenn eine Versicherte oder ein Versicherer im Fall einer Standortschließung das nächstgelegene Krankenhaus der Grundversorgung, der Geburtshilfe oder der Kinder-und Jugendmedizin aufsuchen müsste, zeigt der GKV-Kliniksimulator. Dieser steht auf der Internetseite des Verbandes zur Verfügung und kann für jedes Krankenhaus der entsprechenden Versorgungsbereiche dessen Schließung simulieren.

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