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Fertigstellung 2030Großbauprojekte an der BG Klinik Tübingen gestartet

An der BG Klinik Tübingen stehen umfangreiche bauliche Veränderungen in Höhe von 90 Millionen Euro an. Als erstes schafft das Krankenhaus Platz für den Bau einer neuen Notaufnahme.

Marcus Herbst, Doris Dietmann
BG Klinik Tübingen

Unter anderem in Anwesenheit des Geschäftsführers Marcus Herbst (2. v.l.) und der Pflegedirektorin Doris Dietmann (4. v.l.) starteten die Großbauprojekte an der BG Klinik Tübingen.

Nach langjähriger, strategischer Planung und Vorbereitung rollten am Montag der erste Bagger auf das Gelände der BG Klinik Tübingen. Damit beginnt der erste Teil der Bauprojekte, mit denen das Krankenhaus vor allem ein Ziel verfolgt: Die baulichen Gegebenheiten für eine noch bessere Patientenversorgung zu schaffen.

Los geht es mit der Sanierung eines Gebäudeteils in der Nähe der heutigen Notaufnahme, der aus Brandschutzgründen aktuell leer steht. Nach Abschluss der Umbauarbeiten werden die Therapieflächen der Physiotherapie und Ergotherapie in diesen Bereich umziehen. Dadurch entstehen freie Areale in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang. An dieser Stelle wird voraussichtlich Mitte 2023 mit dem Bau einer neuen Notaufnahme mit Radiologie- und Sprechstundenbereich begonnen. 

Ausbau des Hubschrauberlandeplatzes

Nach Abschluss dieser zweiten Baumaßnahme erreichen Schwerstverletzte die Klinik über die Elfriede-Aulhorn-Straße. Von dort aus ermöglichen verkürzte Wege innerhalb des Gebäudes eine noch schnellere Notfallversorgung. Auch Schwerstverletzte, die per Hubschrauber in die Klinik kommen, können zukünftig schneller in den neuen Schockraum der Notaufnahme transportiert werden. Sprechstunden-Patienten betreten die Klink weiterhin über den Haupteingang und werden somit getrennt von den Notfällen betreut.

Darüber hinaus will die BG Klinik ihren Hubschrauberlandeplatz ausbauen. Zur Anpassung an geltende EU-Richtlinien ist eine Vergrößerung der Landefläche geplant. In enger Abstimmung mit dem Universitätsklinikum Tübingen prüft das Klinikum zudem gerade, ob die geplante Verlagerung des Rettungshubschraubers aus Leonberg zur Achse Tübingen-Reutlingen auf dem Dach der Unfallklinik möglich ist.

Abschluss der Baumaßnahmen im Jahr 2030

Die Gesamtkosten dieser Maßnahmenpakete belaufen sich nach aktuellem Planungsstand auf 90 Millionen Euro. Im Zuge der geplanten Baumaßnahmen erweitert und modernisiert die Unfallklinik ab 2023 auch die Flächen für die Querschnitt- und Wirbelsäulenmedizin. Weitere Meilensteine sind die Erweiterung der stationären OP Kapazitäten, ein separates Reha-Gebäude sowie der Ausbau der Forschungsbereiche. Der voraussichtliche Abschluss aller Baumaßnahmen ist für 2030 geplant.

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