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Statt 21 nur noch vier Zentren

Hamburg plant Blaupause für Notaufnahmen

Ab 2017 wird in Hamburg-Harburg ein Pilotprojekt neue Regeln für die Notaufnahme an Kliniken vorgeben. Laut dem „Hamburger Abendblatt“ sollen erfahrene Ärzte künftig bereits am Empfang entscheiden, ob Patienten im Krankenhaus oder in einer normalen Praxis behandelt werden.

Fotolia, Monkey Business

Wegen der hoffnungslos überfüllten Notaufnahmen der Krankenhäuser Hamburgs soll das gesamte Notfallsystem auf neue Pfeiler gestellt werden, meldet die Regionalzeitung „Hamburger Abendblatt“. Geplant sei eine Konzentration von Notfallambulanzen an einer Handvoll Standorten, an denen gleichzeitig niedergelassene Ärzte die Patientenströme lenken. Dort sollen dann offenbar erfahrene Ärzte über die Laufkundschaft der Notaufnahme entscheiden – also darüber, ob ein Patient in eine Krankenhaus-Notaufnahme oder doch besser zum Hausarzt gehen dürfe. Für diese Neuordnung werde 2017 in Harburg ein Pilotprojekt starten, das laut der Regionalzeitung auch als Blaupause für ganz Hamburg gelte. In Zukunft soll es demnach statt der derzeit 21 Notfallambulanzen nur noch vier Zentren im Norden, Süden, Osten und Westen Hamburgs geben. Nach Abendblatt-Informationen sind die Gespräche zwischen den Krankenhäusern und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) fortgeschritten. Auch die Gesundheitsbehörde von Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) sei eingebunden.

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