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Joseph KlinikenIn Berlin entsteht ein neues Krankenhaus

Die Joseph Kliniken Berlin investieren 180 Millionen Euro in einen Neubau in Tempelhof. Bis 2028 entsteht eine Klinik, die moderne Versorgung und ökologische Standards vereint. Tagsüber läuft das Gebäude komplett ohne fossile Energieträger.

Grundsteinlegung Joseph Kliniken Berlin
Manuel Tennert
Klinikgeschäftsführer Florian Kell (li.) und EVV-Verbundgeschäftsführer Tobias Dreißigacker mit der Zeitkapsel.

Mit einer feierlichen Grundsteinlegung haben die Joseph Kliniken Berlin den Bau eines modernen Klinikneubaus am St. Joseph Krankenhaus in Tempelhof gestartet. Der Neubau der Häuser, die zum Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV) gehören, mit einer Brutto-Grundfläche von 29.733 Quadratmetern soll die medizinische Versorgung im Bezirk langfristig sichern und modernisieren. Vertreter aus Kirche, Politik und Gesundheitswesen, darunter der Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Jörn Oltmann (Grüne), und der Erzbischof von Berlin, Dr. Heiner Koch, nahmen an der Zeremonie teil.

Das Bauprojekt, in das insgesamt 180 Millionen Euro investiert werden, umfasst zwei Sockelgeschosse, drei Obergeschosse und ein zurückgesetztes Staffelgeschoss. Begrünte Dachflächen und zusätzliche Grünbereiche sollen nicht nur die Aufenthaltsqualität verbessern, sondern auch ökologische Standards setzen. Der Neubau erfüllt den Energieeffizienz-Standard KfW-55 und wird durch ein nachhaltiges Energiekonzept betrieben, das Geothermie, eine Photovoltaikanlage und Wärmepumpen kombiniert. Tagsüber kann das Gebäude vollständig ohne fossile Energieträger betrieben werden. Lediglich zur Abdeckung von Spitzenlasten kommt ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk zum Einsatz.

Mit dem neuen Gebäude sollen Fachbereiche aus zwei Krankenhausstandorten zusammengeführt werden. „In die neuen Räumlichkeiten werden unter anderem die Zentrale Notaufnahme und die Radiologie des St. Joseph Krankenhauses sowie Fachbereiche wie die Urologie und die Palliativmedizin aus dem Franziskus Krankenhaus einziehen“, erklärte Klinikgeschäftsführer Florian Kell. Durch die Zusammenlegung entstehe ein „medizinisch leistungsfähiger Standort mit erweitertem fachlichen Angebot bei gleichzeitig reduzierter Anzahl an Patientenbetten“.

Die Fertigstellung des Klinikneubaus ist für Ende 2028 vorgesehen.

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