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WiederaufbauKliniken im Ahrtal nach Flutkatastrophe noch immer im Ausnahmezustand

Berichten des SWR zufolge befinden sich vier Kliniken im Ahrtal über zwei Monate nach der Flutkatastrophe noch immer im Ausnahmezustand. Der Wiederaufbau solle laut Gesundheitsminister Clemens Hoch mindestens 100 Millionen Euro kosten.

Rettungsring
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Symbolfoto

Nach Angaben des SWR wurden durch die Hochwasserkatastrophe vor zwei Monaten vier Kliniken im Ahrtal in Rheinland-Pfalz beschädigt. Betroffen sind die Dr. von Ehrenwall'sche Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, das Fachkrankenhaus für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Deutschen Roten Kreuzes, das Gefäßzentrum Dr. Baue in Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der Johanniter in Sinzig. Der SWR berichtet, dass die Kosten für den Wiederaufbau bei mindestens 100 Millionen Euro liegen.

Aufgrund des Ausmaßes der Zerstörung sei es in den psychiatrischen Kliniken in Bad Neuenahr-Ahrweiler momentan nicht möglich, Patientinnen und Patienten zu behandeln. Aufgrund der Ausnahmesituation sei jedoch zu erwarten, dass der Bedarf an psychischer Hilfe sich erhöhen könnte. Hoch verlange daher schnelle Handlungsfähigkeit. Für diesen Zweck solle laut SWR ein Traumazentrum entstehen, das Betroffenen helfen soll zu erkennen, ob eine psychische Erkrankung vorliege.

Bis zum Normalzustand in allen vier Kliniken könne es noch Monate dauern, berichtet der SWR. Die Kosten für die Mitarbeitenden sollen in dieser Zeit übernommen werden. Für den Wiederaufbau soll Hoch den Kliniken finanzielle Unterstützung zugesagt haben.

Nach der Hochwasserkatastrophe musste auch das Klinikum Leverkusen komplett evakuiert werden. Dort wurden die Kosten auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.

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