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GroßprojektKliniken Vechta und Lohne werden zusammengelegt

Die Schwester-Euthymia-Stiftung und die Stiftungen St. Marienhospital und St. Franziskus-Hospital haben die Planungen für eine Zusammenlegung der Krankenhäuser Vechta und Lohne vorgestellt. Geplant sind Investitionen von 174 Millionen Euro.

Geplantes Zentralkrankenhaus in Vechta
Schwester Euthymia Stiftung

Die Krankenhäuser St.-Marienhospital Vechta und St.-Franziskus-Hospital Lohne an der Marienstraße in Vechta sollen zusammengelegt werden.

Am 30. August 2022 wurde das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zur Fusion der Krankenhäuser St.-Marienhospital Vechta und St.-Franziskus-Hospital Lohne konkret dargestellt. Das neue gemeinsame Klinikum Vechta soll eine Fläche von insgesamt 27 000 Quadratmetern haben, wobei 18 000 Quadratmeter angebaut werden. Ein anderer Teil wird im Bestand modernisiert. Geplant ist eine Investition von 174 Millionen Euro, wobei ein Komplettneubau 293 Millionen Euro kosten würde. Es handelt sich um einen Bruttowert, der auf Basis des Kostenniveaus 2022 ermittelt wurde.

Gesellschaftsrechtliche Zusammenführung steht noch aus

Die Erweiterung des Klinikums erfolgt durch Rückbau und Neubebauung sowie durch eine Geschosserweiterung in Richtung Liebfrauenschule. Das Krankenhaus wird eine Kapazität von 450 Planbetten bekommen. Die Liebfrauenschule soll an ihrem traditionellen Standort in ihrer bisherigen Größe erhalten bleiben, erklärten die Geschäftsführer der Liebfrauenschule Vechta gGmbH und Vorstände der Schulstiftung St. Benedikt.

Das Vorhaben wird im November im niedersächsischen Krankenhaus-Planungsausschuss vorgestellt. Noch in diesem Jahr soll auch die gesellschaftsrechtliche Zusammenführung der Krankenhäuser St.-Marienhospital Vechta und St.-Franziskus-Hospital Lohne zu einem gemeinsamen Klinikum beschlossen werden.

Gleichzeitig wird ein Vertrag über die Nachnutzung des St. Franziskus-Hospitals Lohne geschlossen, der frühestens im Jahre 2030 zum Tragen kommt: Ambulantes Operieren aus dem gesamten Landkreis, eine geriatrische Rehabilitation und eine orthopädische Rehabilitation (ambulant/stationär) mit EAP. Das Bildungszentrum Pflege und Operationstechnische Assistenten (OTA), ebenfalls für den gesamten Landkreis, wird in Kürze fertiggestellt sein.

Architektenauswahl und Prüfverfahren

Im nächsten Schritt finden jetzt die Architektenauswahl sowie das die Planung begleitende baufachliche Prüfverfahren 2023 statt, frühester Baubeginn ist im Jahr 2024, wobei die Bauzeit sechs Jahre betragen soll.

Im Sinne der Nachhaltigkeit sollen im Zuge eines Neubaus Gebäudeteile wie Kinderklinik und der zuletzt errichtete Bettenflügel möglichst erhalten bleiben. Die Liebfrauenschule als Nachbarin wird nicht verdrängt, jedoch im Bestand dergestalt optimiert, dass sich das Krankenhaus in diese Richtung ausdehnen kann. Die Planungen sehen zudem Intensivbereiche und Operationssäle vor, die sich auf einer Ebene befinden. Es soll eine große Zentrale Notaufnahme und eine zentrale Erschließung durch Magistralen mit vorgelagerten zentralen Ambulanzen geben.

Ebenso ein Mutter-Kind-Zentrum im Sinne einer räumlichen Nähe von Entbindung und Neonatologie. Bereits im Entwurf sind hinreichend Reserveflächen enthalten, gleichwohl wird die Möglichkeit einer fünfgeschossigen Bauweise geprüft. Ein Hubschrauberlandeplatz ist auf dem Dach vorgesehen, die Krankenhauskapelle wird erhalten bleiben.

Die endgültigen Baukosten und der Finanzierungsanteil des Landes stehen erst nach Ablauf des baufachlichen Prüfverfahrens fest, also Ende 2023. Dann sind auch die aufzubringenden Eigenmittel konkretisierbar.

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