

Das Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz plant einen Erweiterungsbau am Standort Forchheim. Insgesamt sind 30 Millionen Euro Baukosten vorgesehen, davon sind fast 22 Millionen Euro förderfähig.
Durch den Erweiterungsbau des Klinikums Forchheim sollen Flächen für die Fachabteilung Kardiologie, die kardiologische Funktionsdiagnostik und das neue Herzkatheterlabor geschaffen werden. Auch die Intensivstation wird von acht auf zehn Intensivbetten vergrößert und um fünf weitere Intermediate-Care-Betten ergänzt. Die Maßnahme wird gleichzeitig genutzt, um die Notaufnahme und die Sterilisation an die gestiegenen Anforderungen anzupassen und strukturelle Verbesserungen insbesondere in der Endoskopie vorzunehmen.
Drei Bauabschnitte bis zur Fertigstellung 2023
Für den Erweiterungsbau gibt es einen Zeitplan mit drei Bauabschnitten. Baubeginn war im März 2021 mit bauvorbereitenden Maßnahmen, darunter die Baustellenzufahrt, Verlegung der Liegendkrankenzufahrt für Rettungswagen und die Verlegung eines Sauerstofftanks aus dem Baufeld. Der zweite Abschnitt startet im Juni 2021 mit dem Beginn der Tiefbau- und Rohbauarbeiten, dem Abbruch vorhandener Betonkonstruktionen, dem Herstellen der notwendigen Anschlussflächen sowie der Sicherung der Bestandsflächen. Dann folgen die Gründungsarbeiten, die Rohbauarbeiten, Fassaden und Dachkonstruktionen sowie die Ausbauarbeiten. Im letzten Bauabschnitt werden die Endoskopie und Kardiologie nach Bezug der neuen, umgebauten Flächen angepasst. Die Gesamtfertigstellung ist für Ende 2023 geplant.
Der erste Spatenstich am 27. Mai 2021 mit dem Bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek für den Erweiterungsbau am Standort Forchheim bildet den Auftakt für die strategische Neuausrichtung der Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz gGmbH, die aus der Fusion der ehemals selbständigen Häuser Klinikum Forchheim und Klinik Fränkische-Schweiz hervorgegangen ist. Mit der Erweiterung der Intensivstation und Notaufnahme und der Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Kardiologie werden die Leistungen der beiden fusionierten Häuser fokussiert und spezialisiert. Die Notfall- und Intensivfälle werden in Forchheim gebündelt.
Erweiterung der Gebäude, Ausstattung und des Leistungsangebotes
Das medizinische Konzept sieht vor, dass die interventionelle Kardiologie vom Standort Ebermannstadt zum Standort Forchheim verlagert wird, wo auch die Schlaganfallversorgung und komplexe Gastroenterologie zentralisiert werden. Intensivbeatmungsfälle werden nach der Erweiterung in Forchheim behandelt. In Ebermannstadt wird das gesamte Spektrum der akuten und rehabilitativen Geriatrie und die Psychosomatik den Schwerpunkt bilden. Ergänzt wird das Spektrum durch das Pflegezentrum mit seinem stationären und ambulanten Leistungsangebot.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek betont: „Wir machen unsere Kliniken fit für die Zukunft. Das erfordert kontinuierlich Investitionen in Gebäude und Ausstattung. Wir haben die Maßnahme schon im ersten Jahr der Antragstellung direkt im Jahreskrankenhausbauprogramm 2020 eingeplant und fördern den Ausbau mit rund 22 Millionen Euro. Die Fördersumme soll dabei anteilig auch aus dem Krankenhausstrukturfonds kommen.“





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