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Mentoring-InitiativeKarriere-Tandems am Klinikum Nürnberg

Das Klinikum Nürnberg hat eine neue Mentoring-Initiative für Ärztinnen in der Facharztweiterbildung gestartet. Lisa Marr ist die erste Teilnehmerin, und sie denkt bereits an gemeinsame Forschungsprojekte.

Dr. Dr. Lisa Marr und Prof. Dr. Stefan Knop haben sich schnell für eine Teilnahme an der Mentoring-Initiative entschieden.
Jasmin Pauler/Klinikum Nürnberg

Im Tandem zum Erfolg: Dr. Dr. Lisa Marr und Prof. Dr. Stefan Knop haben sich schnell für eine Teilnahme an der Mentoring-Initiative entschieden.

Dr. Dr. Lisa Marr ist Assistenzärztin im Institut für Klinikhygiene, Medizinische Mikrobiologie und Klinische Infektiologie am Klinikum Nürnberg, und sie ist gerade Teil von etwas Neuem. Mit Prof. Dr. Stefan Knop, dem Ärztlichen Leiter der Klinik für Innere Medizin 5, bildet sie das erste Tandem einer neuen Mentoring-Initiative des Klinikums. Das Projekt wurde mit der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) Nürnberg am 1. Juli gestartet und soll Ärztinnen in der Facharztweiterbildung und Wissenschaftlerinnen in ihrer Karriereentwicklung fördern.

Neue Impulse für beide Seiten

„Ich erhoffe mir neue Perspektiven für meine berufliche und persönliche Entwicklung und freue mich sehr auf den fachlichen und interprofessionellen Austausch mit Prof. Knop“, sagt Marr. Daraus könnten interessante gemeinsame Forschungsprojekte entstehen, die am Ende den Patientinnen und Patienten zugutekommen, ist sich Marr sicher. Die Assistenzärztin befasst sich in ihrer Forschung überwiegend mit Zoonosen – Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragbar sind. „Dieser Forschungsbereich liegt mir als Human- und Veterinärmedizinerin besonders am Herzen“, sagt sie. Fachärztin für Mikrobiologie – das ist ihr Ziel.

Man muss immer aufgeschlossen bleiben und bereit sein, Neues zu lernen. Sonst bleibt man zurück.

Stefan Knop hat in Sachen Mentoring bereits Erfahrung. In seiner Würzburger Zeit hat er am dortigen „MentoringStudMed“-Programm teilgenommen, und er pflegt bis heute Kontakte zu seinen ehemaligen Mentees. „Für mich war sofort klar, dass ich auch an meiner neuen Wirkungsstätte in Nürnberg so ein Programm unterstütze“, sagt Knop. Die Rolle als Mentor schließt für ihn nicht aus, dass die Zusammenarbeit auch für ihn neue Impulse erbringen kann: „Man muss immer aufgeschlossen bleiben und bereit sein, Neues zu lernen. Sonst bleibt man zurück. Ich freue mich sehr auf den Input von Frau Marr auf meine Arbeit.“

Für Frauen ist der Karriereweg oft noch immer steinig

Mit der neuen Initiative will die PMU die Chancen von Frauen verbessern. Hintergrund: Zwar seien heute rund zwei Drittel der Medizinstudierenden Frauen, und die Tendenz sei steigend. Trotzdem seien die Führungspositionen im Gesundheitswesen überwiegend mit Männern besetzt. Auch in der Forschung sei der Weg für Frauen oft steinig.

Bei dem jetzt gestarteten Projekt finden Mentor bzw. Mentorin und Mentee über ein sogenanntes Matching zusammen. Das Mentoring können Ärztinnen und Ärzte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschafter mit einer Leitungsfunktion übernehmen. Sie betreuen Frauen, die als Ärztin oder Wissenschaftlerin an einer Weiterentwicklung ihrer Karriere interessiert sind, den fachlichen Austausch suchen und Netzwerke aufbauen möchten. Mentor und Mentee kommen nicht aus derselben Klinik oder Institution, die Ziele, Inhalte und Dauer ihrer Zusammenarbeit regeln sie individuell. Bewerbungen sind jederzeit möglich. Infos finden Interessierte im Intranet des Klinikums Nürnberg.

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