Nachförderung

Knapp 10 Millionen Euro für die Rems-Murr-Kliniken

Das Land Baden-Württemberg wird den Rems-Murr-Kliniken eine Nachförderung in Höhe von 9,85 Millionen Euro zukommen lassen. Damit werden nachträglich 70 Planbetten gefördert, die bereits beim Neubau des Klinikums Winnenden 2014 gebaut wurden.

Rems-Murr-Klinikum Winnenden

Foto: Rems-Murr-Kliniken

Der Nachförderung haben die Kreisrätinnen und Kreisräte des Rems-Murr-Kreises Anfang Mai einstimmig zugestimmt. Die Medizinkonzeption der Rems-Murr-Kliniken, die vom Kreistag vor zwei Jahren verabschiedet wurde, hat damit einen wesentlichen Grundstein gelegt, die Rems-Murr-Kliniken auf einen erfolgreichen Sanierungskurs zu führen und kann als Vorbild für ähnliche Sanierungsfälle dienen. Zum Hintergrund: Der Landkreis hatte beim Neubau des Klinikums Winnenden 70 Betten gebaut, die nicht im Krankenhausplan des Landes vorgesehen waren.

Die Finanzierung erfolgte allein aus Mitteln des Kreises. Neben der Investition, die der Kreis allein getragen hatte, brachte dies auch mit Blick auf die Abrechnung erbrachter Leistungen erhebliche wirtschaftliche Nachteile mit sich. Denn erbrachte Leistungen können grundsätzlich nur dann voll mit den Krankenkassen abgerechnet werden, wenn entsprechende Planbetten vom Land genehmigt sind. Erbrachte Leistungen ohne entsprechende Planbetten führen hingegen zu erheblichen Abschlägen und damit zu einer finanziellen Belastung.

Die bereits gebauten 70 Betten als Planbetten vom Land genehmigt zu bekommen und nach Möglichkeit auch noch eine Nachforderung zu erreichen, war daher einer der zentralen Meilensteine der Medizinkonzeption. Bereits im März vergangenen Jahres hat das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg auf Grundlage der erarbeiten standortübergreifenden Medizinkonzeption für Winnenden und Schorndorf einer Aufnahme von 117 zusätzlichen Planbetten für das Rems-Murr-Klinikum Winnenden in den Landeskrankenhausplan zugestimmt.

Ergebnis von attraktiver Gesundheitsversorgung und intensiven Gesprächen

Der Bewilligung der Nachförderung waren intensive Vorbereitungen und Gespräche vorausgegangen. Wesentlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Sozialministerium war die umfangreiche Medizinkonzeption, die nach einjähriger Ausarbeitung und Beratung im April 2017 mit breiter Mehrheit vom Kreistag beschlossen wurde. Zentrales Ziel der Medizinkonzeption ist, die Attraktivität der Gesundheitsversorgung der Rems-Murr-Kliniken kontinuierlich zu verbessern: Seit 2014 werden ca. 10 000 Patienten pro Jahr zusätzlich behandelt.

Die gestiegene Patientenzahl hat sich auch wirtschaftlich niedergeschlagen: Das operative Ergebnis hat sich seit 2014 um 15,4 Millionen Euro verbessert, aus Sicht des Kreises bedeutet das eine Verringerung des jährlichen Zuschusses um 8,7 Millionen Euro. 

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