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LeistungsgruppenKrankenhauplan 2022 für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht

Zwei Jahre hat der Überarbeitungsprozess gedauert, jetzt wurde der Krankenhausplan 2022 für NRW veröffentlicht. Er sieht die nachhaltige Stärkung der Krankenhauslandschaft im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands vor.

Krankenhaus-Eingang
Tiberius Gracchus/stock.adobe.com

Symbolfoto

Wie es für die Kliniken in Nordrhein-Westfalen weitergehen wird, kann ab sofort dem Krankenhausplan 2022 entnommen werden. Er schafft mit neuen Rahmenvorgaben die Voraussetzungen für eine nachhaltige Stärkung der Krankenhauslandschaft in NRW, so das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Im nächsten Schritt sollen diese voraussichtlich ab Juni durch regionale Planungsverfahren umgesetzt werden. Das Verfahren für diesen Prozess befindet sich derzeit in der Vorbereitung.

Bei der Erstellung des neuen Plans haben die Akteure des nordrhein-westfälischen Krankenhauswesens im sogenannten „Landesausschuss für Krankenhausplanung“, dem unter anderem die Krankenhausgesellschaft, die Krankenkassen sowie die Ärztekammern angehören, intensiv mitgewirkt.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Unser Leitsatz lautet: Die Strukturen müssen für die Menschen da sein, nicht die Menschen für die Strukturen. Es geht am Ende um eine verlässliche und hochwertige Krankenhausversorgung für die Menschen in unserem Bundesland – in den Ballungsräumen ebenso wie in den ländlichen Regionen. Ich freue mich, dass wir auf dieser Basis ein Einvernehmen im Landesausschuss für Krankenhausplanung erzielt haben. Das ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung des Plans in den Regionen – zum Wohle der Patientinnen und Patienten.“

Planung orientiert sich an Leistungsgruppensystematik

Der neue Krankenhausplan soll es dem Land künftig ermöglichen, die Krankenhausstrukturen aktiver zu gestalten. Dazu erfolgt eine Planung auf der Basis konkreter Fallzahlen über sogenannte Leistungsbereiche und Leistungsgruppen in Verbindung mit Qualitätsvorgaben. Auf diese Weise ließe sich eine bessere Koordination und Kooperation zwischen den Krankenhäusern mit einer Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung verbinden. Der Krankenhausplan gibt zudem vor, dass ein Krankenhaus mit internistischer und chirurgischer Versorgung für 90 Prozent der Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen innerhalb von 20 Autominuten erreichbar sein muss.

Das Verfahren zur Umsetzung der neuen Vorgaben in den Regionen Nordrhein-Westfalens durch sogenannte regionale Planungskonzepte wird derzeit vorbereitet. Auch hier werden laut Ministerium alle wesentlichen Akteure eingebunden, um ein möglichst breites Einvernehmen zu erreichen.

Der neue Krankenhausplan kann beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales abgerufen werden: https://www.mags.nrw/aktueller-krankenhausplan-nordrhein-westfalen

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