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HochwasserkatastropheKlinikum Ehrang bleibt geschlossen

Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung des Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen (KMT) haben sich entschieden, die Klink in Ehrang, die vom Hochwasser betroffen ist, nicht mehr wiederzueröffnen.

Symbolfoto
Mario Hoesel/stock.adobe.com

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Die Mitte Juli vom Hochwasser stark getroffene Klinik in Ehrang wird nicht wieder geöffnet. Nach ersten Schätzungen würden sich die direkten Kosten des Wiederaufbaus auf mehr als 30 Millionen Euro belaufen, teilte das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen (KMT) am 3. Dezember  in Trier mit. Zudem würde der Wiederaufbau des Standorts Ehrang mindestens drei bis fünf Jahre dauern – und somit Doppelstrukturen für die Standorte in Trier bedeuten. Das könne das Mutterhaus „personell, organisatorisch und finanziell nicht stemmen“, hieß es.

„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“», teilte der medizinische Geschäftsführer, Dr. Christian Sprenger, mit. Die Jahrhundertflut habe auch vorherige Ausbaupläne für Ehrang zunichte gemacht. Nach der Hochwasserkatastrophe am 15. Juli war die Klinik evakuiert worden: Patient*innen und Personal wurden an die Standorte Mitte und Nord verlegt. Seitdem steht das Krankenhaus leer.

Die Flut zerstörte einen Großteil der wichtigen Infrastruktur des Standortes, wie z.B. die Stark- und Schwachstromanlagen, die Notstromanlage, die erst kurz zuvor installierte neue Lüftungs-, Kälte- und Heizungsanlage, den hochmodernen Computertomographen (CT) und das MRT sowie die gesamte externe radiologische Praxis.

Um die Menschen in der Region auch künftig gut zu versorgen, sollten die Standorte Mitte und Nord nun baulich und strukturell umgestaltet und erweitert werden, teilte das KMT mit. So werde der Wegfall des Standorts Ehrang dauerhaft kompensiert. Das Mutterhaus zählt rund 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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