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LübeckMarien-Krankenhaus zieht auf UKSH-Campus

Es wurde viel spekuliert in den letzten Tagen, jetzt ist es offiziell: Das UKSH wird das finanziell angeschlagene Marien-Krankenhaus in Lübeck übernehmen und auf seinem Campus ansiedeln.

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) wird neuer Hauptgesellschafter des Lübecker Marien-Krankenhauses. Das gaben der Vorstandsvorsitzende des UKSH, Jens Scholz, und der Geschäftsführer des Marien-Krankenhauses, Volker Krüger, am 19. Januar bekannt. Das Marien-Krankenhaus werde aber weiterhin eine eigenständige und rechtlich selbstständige gemeinnützige GmbH bleiben, sagte Krüger. Und auch alle Angestellten werden übernommen. Das Erzbistum Hamburg soll zukünftig nur noch zehn Prozent der Gesellschaftsanteile halten.

Langfristig soll für das Marien-Krankenhaus ein Neubau auf dem Campus des UKSH entstehen. Bis dieser Neubau fertig sein wird, soll das Marien-Krankenhaus noch in diesem Jahr auf das Gelände des Campus umziehen und seinen Betrieb in vorläufigen Räumlichkeiten weiterführen. Dieser Schritt diene in erster Linie der Sicherstellung der Geburtshilfe, sagte Scholz. Im Marien-Krankenhaus werden jedes Jahr etwa 1400 Kinder geboren. Viele Belegärzte, die bislang die Geburtshilfe am Marien-Krankenhaus geleistet haben, haben ihre Arbeit den Angaben zufolge aus Altersgründen eingestellt oder wollen das demnächst tun.

Die weiteren Details werden nun vom Träger und der Geschäftsführung der Klinik mit dem UKSH-Vorstand und allen Beteiligten erarbeitet. Die jeweiligen Aufsichtsratsgremien müssen dann noch ihr Einverständnis geben, ebenso steht die Zustimmung des Landes noch aus. 

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