Berlin

Mehr als 500 Tote durch Krankenhauskeime

In Berlins Krankenhäusern sind in den vergangenen Jahren 534 Menschen an sogenannten Krankenhauskeimen gestorben. Seit 2009 gab es insgesamt rund 2500 Infektionen, wie aus einer Antwort der Gesundheitsverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Florian Graf hervorgeht.

Virus, Bakterien

Foto: Pixabay

Medien hatten zuvor darüber berichtet. Graf fordert einheitliche Qualitätsstandards bei der Bekämpfung von Krankenhauskeimen in allen Berliner Kliniken sowie engmaschige Kontrollen. «Davon ist Berlin leider im Moment noch weit entfernt», so der Abgeordnete.

Die Keime kommen nicht nur aus dem Krankenhaus, sondern gelangen auch von außen dorthin. Besucher und Mitarbeiter tragen diese am Körper, ohne zu erkranken. Erst bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem - wie manchen Krankenhauspatienten - lösen sie schwere Infektionen aus. Keime, gegen die mehrere Antibiotika nichts mehr ausrichten können, werden multiresistente Erreger genannt.

Berliner Krankenhausgesellschaft verweist auf rückläufige Infektions-Zahlen

Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft verwies dagegen auf die zahlreichen und intensiven Bemühungen der Berliner Krankenhäuser, Patientensicherheit, Hygiene und insbesondere den Schutz der Patienten vor nosokomialen Infektionen sicherzustellen. Die hierzu von den Krankenhäusern in den vergangenen Jahren ergriffenen Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Infektionen mit dem häufigsten MRSA-Keim seit Jahren rückläufig sind und inzwischen unter dem europäischen Durchschnitt liegen. Auch bei den Infektionen insgesamt sei in den letzten Jahren kein wesentlicher Anstieg zu beobachten.

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