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Bau-MasterplanMilliarden-Umbau der Universitätsmedizin Mainz

Die Mainzer Universitätsmedizin soll bis 2040 für über zwei Milliarden Euro modernisiert werden. Der Bau-Masterplan sieht u.a. einen Zentralbau, ein Eltern-Kind-Zentrum, ein Lehrzentrum sowie einen Forschungscampus vor.

Universitätsmedizin Mainz
Peter Pulkowski/Universitätsmedizin Mainz

Universitätsmedizin Mainz

Die Universitätsmedizin in Mainz wird in den kommenden Jahren über zwei Milliarden Euro in die Modernisierung der Gebäudestruktur und damit in die Vereinigung von moderner Gesundheitsversorgung, innovativer Forschung und baulicher Nachhaltigkeit investieren. Darüber hinaus werden durch die baulichen Maßnahmen Kapazitäten für eine deutliche Steigerung der stationären Krankenversorgungsleistungen sowie der ambulanten Leistungen geschaffen. 

Wissenschafts- und Gesundheitsminister Clemens Hoch sagte dazu: „Mit der Umsetzung des Bau-Masterplans stärken wir die Forschung, Lehre und Krankenversorgung am Standort Mainz und für ganz Rheinland-Pfalz. Die baulichen Erneuerungen sollen der Universitätsmedizin Mainz für die kommenden Jahre und Jahrzehnte die Möglichkeit bieten, sich effizient und nachhaltig aufzustellen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Institution verbessern.“

Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit und Aufsichtsratsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz, erklärte, dass Flächen entstehen sollen, die die ambulanten Behandlungsangebote auf einem Stockwerk zentralisieren.  Der Großteil der Operationssäle soll zudem auf einem Stockwerk vereint werden. Dabei sieht die aktuelle Planung den Baubeginn des Zentralbaus im Jahr 2026 vor, welcher 2031 fertiggestellt werden soll. Weitere Baumaßnahmen, die konkreter Bestandteil der Baumasterplanung sind, sollen aus heutiger Sicht bis 2040 umgesetzt sein.

Vorstände verlängert bis 2024

Eng verbunden mit der Entscheidung für das Konzept der Bau-Masterplanung und dessen Umsetzung ist die Verlängerung des Vorstandsvorsitzenden und Medizinischen Vorstandes, Univ.-Prof. Norbert Pfeiffer, und des Wissenschaftlichen Vorstandes, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, in ihren Ämtern bis zum Frühjahr 2024. Somit kann der Vorstand der Universitätsmedizin in einer stabilen Zusammensetzung die zentrale Weichenstellungen für die Zukunft vornehmen. Neben dem Start der Umsetzung der Bau-Masterplanung, gehört dazu die weitere Positionierung der Universitätsmedizin in der Biotechnologie, die Erarbeitung einer Berufungsstrategie angesichts eines bevorstehenden Generationswechsels eines großen Teils des Leitungspersonals und die Fortsetzung der Sanierungsbemühungen. 

Im nächsten Schritt soll nun ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Weiterhin wurden mit dem Aufsichtsrat und dem Ministerium für die kommenden beiden Jahre strategische Ziele abgesprochen. Dazu werden unter anderem die Neuorganisation der Fächer in medizinische Zentren und die Etablierung eines klinischen Profilbereichs für Immuntherapie und individualisierte Medizin gehören, so Pfeiffer. In enger Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Mainz und dem Land haben die vom Land beauftragen Beratungsunternehmen Lohfert & Lohfert AG und Ludes Architekten ein Konzept erarbeitet, das zeigt, dass die bauliche Erneuerung am bestehenden Standort bei Fortsetzung des Krankenhausbetriebs möglich ist. Direkt an die denkmalgeschützte Mitte um den Park wird sich das Kernstück der Bau-Masterplanung anschließen, weches der zentrale Bau für die Krankenversorgung im südwestlichen Teil des Campusgelände ist. 

Geplante baulichen Änderungen

In folgenden Bauabschnitten soll eine Erweiterung der allgemeinen Flächen der Krankenversorgung stattfinden und schließlich ein Eltern-Kind-Zentrum angeschlossen werden, das die bisherige Kinderklinik und Gynäkologie ersetzt. Auf dem ehemaligen Gelände der Hautklinik, entlang der Langenbeckstraße, wird ein Lehrzentrum entstehen. An der östlichen Langenbeckstraße wird der gesamte Bereich als Forschungscampus neu errichtet. Die Aufrechterhaltung der Krankenversorgung macht die umgehende Errichtung von Interimsbauten für OPs, Intensivmedizin, Notaufnahme und das „Comprehensive Cancer Center“ erforderlich. Der Zentralbau soll bereits 2031 fertiggestellt sein.

Für die Bauten – Interimsbauten, Neubauten und Umstrukturierungen im Bestand –  wird mit einem Budget von insgesamt ca. 1,5 Milliarden Euro gerechnet, inklusive wahrscheinlich nötig werdender Investitionen in die unterirdische Infrastruktur, wie etwa Versorgungsgänge und der Ersteinrichtung der Gebäudeflächen, wird von ca. 2,2 Milliarden Euro ausgegangen.

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