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Robotik ZentrumMühlenkreiskliniken investieren in roboterassistierte Chirurgie

Die Mühlenkreiskliniken haben die Gründung eines Zentrums für roboterassistierte Chirurgie am Krankenhaus Lübbecke beschlossen. Das Zentrum soll mit einem OP-Roboter der neuesten Generation ausgestattet werden und standortübergreifend zur Verfügung stehen.

Ein OP-Roboter wie dieser soll im Krankenhaus Lübbecke aufgebaut werden.
Mühlenkreiskliniken

Ein OP-Roboter wie dieser soll im Krankenhaus Lübbecke aufgebaut werden.

Den Aufbau des Zentrums sowie die Leitung wird Professor Dr. Hansjürgen Piechota, Direktor der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Operative Uro-Onkologie am Johannes Wesling Klinikum, übernehmen. Im Laufe des Jahres 2020 wird Piechota zudem die Leitung der Klinik für Urologie am Krankenhaus Lübbecke übertragen. Derzeit wird die Klinik von einem Team aus Dr. Johannes Polith, Dr. Stephan Leibelt und Dr. Peter Kläs geleitet. Dieses wird sich im Laufe des Jahres auflösen, da Polith und Leibelt die Mühlenkreiskliniken in absehbarer Zeit verlassen werden. Kläs wird dem Krankenhaus Lübbecke weiterhin als Leitender Arzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und operative Uro-Onkologie erhalten bleiben.

Das Zentrum wird allen operativen Kliniken der Mühlenkreiskliniken zur Verfügung stehen. Mit der neuen Technik sollen Operationen noch präziser und sicherer durchgeführt werden können. Haupteinsatzgebiete der roboterassistierten Chirurgie sind traditionell die Urologie, die Viszeralchirurgie und die Gynäkologie.

Weiterentwicklung der Laparoskopietechnik

Was allgemein als OP-Roboter beschrieben wird, ist in Wirklichkeit kein Roboter im eigentlichen Sinne. Bei der roboterassistierten Chirurgie behält der operierende Arzt die volle Kontrolle über das Operationsgeschehen. Allerdings legt er nicht mehr selbst die Hand ans Skalpell, sondern arbeitet an einem 3D-Bildschirm, auf dem das Operationsfeld deutlich vergrößert dargestellt wird. Über eine Steuerkonsole werden die Bewegungen auf den Roboter übertragen, der dann die hochpräzisen Schnitte am Patienten ausführt.

Dabei profitiert der Patient von einer höheren Beweglichkeit des Roboterarms, einer 3D-Kameratechnik, die auch die kleinsten Nerven und Gefäße darstellt, von präziseren Schnitten und damit einhergehend weniger Blutverlust, weniger postoperativen Schmerzen und einer schnelleren Wundheilung. Die roboterassistierte Chirurgie gilt als Weiterentwicklung der Laparoskopietechnik (Schlüssellochchirurgie), bei der über kleine Schnitte mithilfe von Endoskopen operiert wird.

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