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BundeswehrZentralkrankenhausNeues OP-Gebäude und Sanierung der Intensivstation in Koblenz

Das BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz hat den Grundstein für ein 300 Millionen Euro teures Operations- und Funktionsgebäude inklusive Energiezentrale gelegt. Desweiteren wird die internistische Intensivstation saniert.

Generalarzt Dr. Jens Diehm
Bundeswehr/Andreas Weidner

Generalarzt Dr. Jens Diehm vor dem Rohbau in den die neue Intensivstation ziehen wird.

Am 13. September 2022 wurde der Grundstein für das neue Operations- und Funktionsgebäude im BundeswehrZentralkrankenhaus (BwZKrhs) Koblenz gelegt. Der Neubau des Operations- und Multifunktionsgebäudes als „Herzstück“ ist Teil des ersten Bauabschnitts, der 2018 begann und bis 2027 fertiggestellt werden soll.

Damit das zu errichtende OP-Gebäude energetisch betrieben werden kann, wird parallel auch eine neue Energiezentrale errichtet, die bereits 2025 fertiggestellt sein soll. Die Gesamtkosten des ersten Bauabschnittes belaufen sich auf 221 Millionen Euro für Infrastruktur und weitere 85 Millionen Euro für medizinische Geräte.

Intensivstation wird im Modulbau zwischengeparkt

Für die internistische Intensivstation ist ebenfalls eine Sanierung erforderlich. Gleichzeitig muss jedoch die Patientenbetreuung weiter gewährleistet werden. Aus diesem Grunde wird die Station zwischenzeitlich in einen Interimsneubau verlegt.

Rund 12,2 Millionen Euro investiert die Bundeswehr in diesen Modulbau, der mit Außenmaßen von 44 auf 19 Metern und zwei Obergeschossen ausreichend Platz bietet, um den bisherigen Standard der medizinischen Intensivarbeit aufrechtzuerhalten. „Ich freue mich sehr auf das neue Interimsgebäude. Die Baumaßnahme ist ein notwendiger erster Schritt zu einer neuen Infrastruktur. Es ermöglicht uns die Komplettsanierung des Gebäudes A mit unserer Intensivstation", betont der Kommandeur und Ärztliche Direktor des Hauses, Generalarzt Dr. Jens Diehm.

Im zweiten Obergeschoss wird sich die Intensivstation selbst mit zehn Betten, Stationszimmern, Schock- und Reanimationsraum und den notwendigen Nebenräumen befinden. Das erste Obergeschoss und das Erdgeschoss bieten Raum für die erforderlichen Technikflächen, Hausanschlussräume und Bereiche der Mitarbeitenden. Die Aluminium-Verbund-Fassade wird den Bau nicht nur gegen Witterungseinflüsse schützen, sondern auch ästhetischen Ansprüchen moderner Gebäude Rechnung tragen.

Zügig und dennoch nachhaltig

Aufgrund der zeitsparenden Modulbauweise ist die Fertigstellung des Gebäudes bereits im zweiten Quartal 2023 und somit in weniger als zwei Jahren nach dem Baubeginn Ende 2021 avisiert. Beheizt wird es mittels regenerativer Energien in Form eines Blockheizkraftwerks und einer Holzpelletanlage. Sobald das neue dauerhafte OP- und Funktionsgebäude fertiggestellt ist, wird die internistische Intensivstation dorthin umziehen. Für den Interimsbau bedeutet das jedoch nicht das Ende: Er soll auch dann weiterhin medizinisch genutzt werden.

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