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VerdiProteste gegen Ausgliederung bei Gesundheit Nord

In Bremen fand am 15. Juni eine Kundgebung gegen die geplante Ausgliederung „patientenferner Bereiche“ bei der Gesundheit Nord (GeNo) satt. Betriebsräte und Vertreter der Beschäftigten hatten zusammen mit Verdi dazu aufgerufen.

Zentrale Gesundheit Nord
Gesundheit Nord

Die Zentrale des Bremer Klinikverbunds Gesundheit Nord in der Kurfürstenallee.

Die Geschäftsführung der Gesundheit Nord plant, sogenannte „patientenferne Bereiche“ in die Tochterfirma Gesundheit Nord Dienstleistungen (GND) auszugliedern. Hintergrund ist die anhaltend schlechte finanzielle Situation des Klinikverbundes. Die Geschäftsführung hat laut Verdi 2021 vom Aufsichtsrat den Auftrag erhalten, Kosten einzusparen um die Sanierung voranzubringen. Betroffene Bereiche sind u.a. Speisenversorgung, Hauswirtschaft, Logistik und Bettenaufbereitung.

Dagegen haben sich nun am 15. Juni 2022 die Beschäftigten gewehrt. Die Gewerkschaft Verdi hatte zusammen mit Betriebsräten und Vertretern der Beschäftigten dazu aufgerufen. Geplant war auch die Übergabe einer von 3000 Kolleginnen und Kollegen unterzeichneten Petition an die Senatorin Claudia Bernhard (Linke).

„In diesen Bereichen arbeiten überwiegend Frauen in Teilzeit im Niedriglohnbereich, sie würden nicht mehr nach TVöD bezahlt werden, sondern nach dem Haustarifvertrag der GND. Das bedeutet, dass die Beschäftigten rund 1/3 weniger an Gehalt im Portemonnaie haben werden und auch die VBL würde gestrichen“, so der zuständige Gewerkschaftssekretär Jörn Bracker.

„Wir Betriebsräte der Geschäftsbereiche, den Kliniken Mitte, Ost, Nord, Links der Weser und der GND sowie der Gesamtbetriebsrat mit den Arbeitnehmervertreter*innen des Aufsichtsrates der Gesundheit Nord, stellen uns entschieden gegen diese Pläne zur Ausgliederung der patientenfernen Bereiche. Dies würde besonders die Geringverdienenden treffen und die Belegschaften in Mitarbeitende erster und zweiter Klasse spalten, das machen wir nicht mit“, so die Betriebsrätin und Verdi Bezirksfachbereichsvorsitzende Regina Carstens.

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