Mitarbeiterprotest

Rassismus-Vorwürfe gegen Charité-Personalrat

Der Vorsitzende des Fakultätspersonalrates der Charité, Christoph Berndt, muss sich heftiger Vorwürfe eigener Mitarbeiter erwehren. Auf Flugblättern und Protestplakaten werfen sie ihm jetzt fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen vor.

Hintergrund der - anonymen - Proteste sind nach einem Bericht des Senders "Rundfunk Berlin-Brandebung" (rbb) die Aktivitäten Berndts für den Verein "Zukunft Heimat e.V." im Spreewald, für dessen Internetauftritt Berndt auch als Verantwortlicher aufgeführt ist. So zeigte der Sender in seinem Bericht Filmaufnahmen einer Rede Berndts auf einer Kundgebung in Lübbenau aus dem Januar, wo Berndt mit fremdenfeindlichen Aussagen auffiel. Danach fragte Berndt das Publikum zum Thema Ausländer-Kriminalität, ob es überhaupt noch einen öffentlichen Platz gebe, wo man vor dieser "von der Regierung importierten Kriminalität sicher" sei. Und weiter: "Welche Frau kann sich noch ungezwungen bewegen, wenn auch nur in der Ferne eine Gruppe dunkelhaariger junger Männer auftaucht oder auch auftauchen könnte?"

Berndt selbst wollte sich bislang zu den Vorwürfen nicht direkt äußern. Auf der Webseite des Vereins erschien allerdings eine anonyme Stellungsnahme zu den Vorwürfen. Danach seien diese "linksradikale Hetze per Flugblatt", die gegen die freie Meinungsäußerung gerichtet sei. 

Laut rbb hat sich die Charité inzwischen in einer schriftlichen Stellungnahmean von Berndts politischen Äußerungen und Aktivitäten zur Flüchtlingsthematik distanziert. Persönliche Angriffe seien allerdings nicht das Mittel der Wahl, so die Klinikleitung gegenüber dem Sender.

  • Schlagwörter:
  • Charité
  • Personalrat
  • Rassismus

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen

Um einen Kommentar hinzuzufügen melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich.

Jetzt anmelden/registrieren