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JahresabschlussRhön-Klinikum verzeichnet Einbußen bei Konzernergebnis 2020

Im Geschäftsjahr 2020 sank das Konzernergebnis der Rhön-Klinikum AG drastisch auf 2,5 Millionen Euro. Auch beim EBITDA und EBIT verzeichnete der Gesundheitsdienstleister Rückgänge. 

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Symbolfoto

Dr. Gunther K. Weiß
Daniel Peter/Rhön Klinikum

Dr. Gunther K. Weiß, Vorstand der Rhön Klinikum AG.

Die Rhön-Klinikum AG blickt auf ein medizinisch und ökonomisch herausforderndes Jahr 2020 zurück. Besonders die Corona-Pandemie und die Übernahme durch Asklepios wirkten sich auf den Gesundheitsdienstleister aus.

Im Geschäftsjahr 2020 hat die Rhön Klinikum AG im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang des EBITDA um 45,1 Millionen Euro beziehungsweise 36,0 Prozent auf 80,2 Millionen Euro zu verzeichnen. Zugleich erhöhten sich die Umsatzerlöse um 56,2 Millionen Euro beziehungsweise 4,3 Prozent. Der EBIT ging um 46,2 Millionen Euro beziehungsweise 81,3 Prozent auf 10,6 Millionen Euro zurück. Auch beim Konzernergebnis zeichnen sich Einbußen ab. Hier ist ein Rückgang um 42,0 Millionen Euro beziehungsweise 94,4 Prozent auf 2,5 Millionen Euro zu verzeichnen.

Prognose erreicht

An den fünf Klinikstandorten, dem Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt, dem Klinikum Frankfurt (Oder), den Universitätskliniken Gießen und Marburg und der Zentralklinik Bad Berka wurden 808 655 Patienten behandelt, ein coronabedingtes Minus von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 18 449 Mitarbeitende (Vorjahr 2019: 18 142).

Die im Konzernlagebericht 2019 angegebene Prognose des Umsatzes für das Jahr 2020 in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in einer Bandbreite von jeweils 5 Prozent nach oben beziehungsweise unten wurde mit 1,4 Milliarden Euro erreicht. Ebenso wurde das prognostizierte EBITDA für das Geschäftsjahr 2020 zwischen 72,5 Millionen Euro und 82,5 Millionen Euro im Ist mit 80,2 Millionen Euro erfüllt.

Ausblick 2021

Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Zudem bestellte der Aufsichtsrat des Unternehmens Dr. Gunther K. Weiß erneut zum Vorstand der Gesellschaft. Die Verlängerung beginnt ab 1. Januar 2022.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 geht der Konzern von einem Umsatz in Höhe von 1,4 Milliarden Euro in einer Bandbreite von jeweils +/- 5 Prozent nach oben beziehungsweise unten aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird mit einem Wert zwischen 72,5 Millionen Euro und 82,5 Millionen Euro gerechnet.

Diese Prognose spiegelt die weiter verschärften gestiegenen regulatorischen Eingriffe des Gesetzgebers, wie beispielsweise die Pflegepersonaluntergrenzenverordnung (PpUGV) und das Pflegepersonal-stärkungsgesetz (PpSG), wider.

Der Ausblick steht unter erheblichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Verlauf der Corona-Pandemie und unter dem Vorbehalt etwaiger regulatorischer Eingriffe mit Auswirkungen auf die Vergütungsstruktur im Jahr 2021.

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