
Ein Jahr nach der Schließung der ehemaligen Helios Klinik im sächsischen Schkeuditz ist klar, wie es an dem Standort weitergehen soll. Wie Mediclin mitteilt, entstehe vor den Toren Leipzigs ein neuer Standort für die spezialisierte sektorenübergreifende neurologische Versorgung. Das Unternehmen habe das Klinikgebäude vor Kurzem erworben und baue mit der bestehenden Klinik für Neurologie des Sächsischen Krankenhauses (SKH) Altscherbitz ein entsprechendes Kompetenzzentrum auf.
Ein solches integriertes Konzept gibt es in Sachsen bislang nicht.
Der geplante Mediclin Campus Leipzig solle neurologische Akutversorgung und Rehabilitation eng miteinander verzahnen, erklärt Mediclin-COO Thomas Piefke. Ein solches integriertes Konzept gebe es in Sachsen bislang nicht, ergänzt Campus-Geschäftsführer André Schabacker. Die Aufnahme der ersten Patienten sei noch in diesem Jahr vorgesehen. Derzeit werde der Standort unter anderem mit spezialisierter Medizintechnik ausgestattet, und zudem laufe der Aufbau der personellen Strukturen.
Das medizinische Konzept sieht Mediclin zufolge eine durchgängige neurologische Versorgungskette unter einem Dach vor – von der Akutneurologie mit Intensivmedizin und Stroke Unit (SKH Altscherbitz) über die neurologische Frührehabilitation Phase B bis hin zur Rehabilitation der Phasen C und D. Geplant seien zunächst 20 Krankenhausbetten in der neurologischen Frührehabilitation Phase B sowie 110 Betten in der regulären Rehabilitation (Phasen C und D), heißt es in der Mitteilung weiter.
„Das Besondere an diesem Projekt ist das Zusammenspiel vorhandener Kompetenzen und neuer rehabilitativer Angebote an einem Standort“, sagt Doreen Neu, die Verwaltungsdirektorin des SKH Altscherbitz. Ihr Haus, das vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt getragen wird, bringe bestehende Versorgungsstrukturen in die zukünftige Zusammenarbeit ein. Dazu zählten neben Leistungen in der Neurologie, Radiologie und Labordiagnostik auch infrastrukturelle Bereiche wie Speiseversorgung, Reinigung und Wäscheversorgung, so Neu.
Für die Sächsische Staatsministerin Petra Köpping hat das Vorhaben eine zentrale Bedeutung für die Gesundheitsversorgung im Freistaat. Der neue Campus ergänze das Angebot in einer für Sachsen einzigartigen Form, weil in Schkeuditz bereits hochspezialisierte neurologische Strukturen aufgebaut worden seien, so Köpping: „Die neurologische Intensivstation, die neurologische Expertise sowie die etablierte interdisziplinäre Zusammenarbeit bilden das medizinische Fundament dieses Vorhabens.“






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