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Kplus GruppeSchließung der St. Lukas Klinik in Solingen beschlossen

Um Doppelstrukturen und auf einzelne Häuser verteilte medizinische Schwerpunkte auszubauen, hat sich die Kplus Gruppe in ihrem medizinischen Konzept dazu entschlossen, den Standort St. Lukas Klinik binnen vier Jahren nach Hilden umzuziehen.

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Rechitan Sorin/stock.adobe.com

Symbolfoto

Die Kplus Gruppe hat ein medizinisches Konzept zu den Standorten Solingen, Hilden, Haan und Langenfeld vorgestellt, auf das sich die stationären Partner in der Region geeinigt haben. In diesem legen die Träger der fünf Krankenhäuser vor Ort, einen gemeinsamen Vorschlag vor, wer welche medizinischen Leistungen in der Region in Zukunft anbieten soll. Im Mittelpunkt steht dabei die Entscheidung der Kplus Gruppe den Standort St. Lukas Klinik in Solingen mit den dort vorhandenen Leistungen in vier Jahren nach Hilden umzuziehen. Als Gründe werden benannt:

  • die jetzt schon absehbaren Kosten für notwendige Investitionen in den kommenden Jahren
  • Analyse der Patientenströme in die einzelnen Häuser und die zukünftige Erreichbarkeit
  • langfristige Sicherstellung einer tragfähigen, hochwertigen Krankenhausversorgung in der Region verbunden mit einer guten Mitarbeitenden-Perspektive

Es bräuchte größere Fachabteilungen mit abgestimmten Schwerpunkten, die langfristig wirtschaftlich betrieben werden können. Zu diesem Zweck soll in Gebäude und Technik investiert werden, wo es für das Einzugsgebiet sinnvoll ist. „Wir schließen in einigen Jahren zwar ein Gebäude, aber dieselben Ärzte und Pflegekräfte werden dieselben Behandlungen ein paar Kilometer weiter dann in Hilden erbringen. Hierfür schlagen wir eine umfassende Erweiterung des Krankenhauses in Hilden vor und haben diesbezüglich einen Strukturfondantrag gestellt.“, erklärt Andreas Degelmann, Sprecher der Geschäftsführung der Kplus Gruppe. 

Spezialisierung und Erreichbarkeit

Das medizinische Konzept ist eine Antwort auf die Veränderungen der letzten Jahre. „Diesen Anforderungen kann man nur gerecht werden, wenn man sich abstimmt und Stadt und Kreis gemeinsam denkt. Die Gesundheitsversorgung endet nicht an Stadtgrenzen“, betont Degelmann. Die Partner sehen sich in ihren Plänen auch durch die anstehende Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Krankenhäuser sollen sich weiter spezialisieren und gleichzeitig sicherstellen, dass die Bürger in Notfällen schnell eine Klinik erreichen können.

Mit einem Umzug der Neurologie nach Hilden wird die medizinische Versorgung im südlichen Kreis Mettmann deutlich verbessert und bleibt im Stadtgebiet Solingen erhalten. Die neurologische Akutbehandlung im Stadtgebiet Solingen wird zudem noch einmal verbessert, indem zunächst die St. Lukas Klinik eine Nebenbetriebsstätte am Städtischen Klinikum Solingen eröffnet. Diese Nebenbetriebsstätte würde nach dem Umzug Teil der Neurologischen Abteilung des St. Josefs Krankenhaus in Hilden und die heutigen neurologischen Behandlungen des Klinikums übernehmen. Die Neurochirurgie bleibt am Städtischen Klinikum Solingen und als Teil des Neurozentrums mit der überregionalen Stroke Unit, der Neurologie und der Neuroradiologie des Partners Radprax an den Standorten der Kplus Gruppe verbunden.

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