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Infizierte MitarbeiterStationsschließungen am UKSH wegen Corona-Infektionen

Wegen einer Zunahme der Corona-Fälle in der Belegschaft schließt das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) an den beiden Standorten Kiel und Lübeck Stationen.

Symbolfoto
Mario Hoesel/stock.adobe.com

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Corona ist mit den leicht übertragbaren Varianten BA.4 und BA.5 ist un relevantem Ausmaß in den Kliniken Schleswig-Holsteins präsent. Dies führtzu einer – regional noch differenzierten – insgesamt aber schwierigen Lage mit einigen echten „Hotspots“ wie derzeit im Kieler Umfeld. Auch wenn die Anzahl der Intensivpatientinnen und -patienten derzeit noch überschaubar ist, steigen die Zahlen deutlich. 

Da sich auch immer mehr Mitarbeitende des UKSH mit Covid-19 infiziert haben, hat sich das Universitätsklinikum nun dazu entschlossen, einzelne Stationen in Kiel und Lübeck zu schließen. „Ebenso ist, wie im ganzen Land, das Patientenaufkommen in der Notaufnahme und in der stationären Versorgung erheblich gestiegen“, teilte das Klinikum am Mittwoch mit. Deutlich mehr Patientinnen und Patienten müssten mit und wegen einer Corona-Infektion mit hohem Aufwand versorgt werden.

Das Uniklinikum kündigte an, dass es zu Wartezeiten und Einschränkungen in der Versorgung planbarer, nicht verschiebbarer Eingriffe oder von Arztbesuchen kommen werde. Gegebenenfalls sollen zudem vorerst nur noch dringliche, nicht verschiebbare Operationen erfolgen. Den Mitarbeitern wurden alle Dienstreisen bis auf weiteres untersagt. „Es werden alle zur Verfügung stehenden Kapazitäten in den Kliniken und Notaufnahmen gebraucht, um relevante akute Erkrankungen mit dem vorhandenen Personal versorgen zu können.“

Landesweit angespannte Situation

Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) erklärte, dass die Lage in den Kliniken landesweit sehr angespannt sei. Das läge auch am generell hohen Krankenstand, der die Mitarbeitenden der Krankenhäuser besonders beträfe. Wer krank oder infiziert ist, sollte zu Hause bleiben, um die Weitergabe der Infektion zu bremsen. Von der Decken rief dazu auf, bei einer Coronaerkrankung auch nach der fünftägigen verpflichtenden Isolation zu Hause zu bleiben, wenn ein Selbsttest weiterhin positiv ist oder wenn weiter Symptome vorliegen.

Von einer angespannten personellen Situation bei der Patientenversorgung berichtete auch die Landeshauptstadt Kiel. Betroffen seien außer dem Uniklinikum auch die Feuerwehr, das Städtische Krankenhaus, das Lubinus Clinicum und die niedergelassenen Ärzte. Auch am Städtischen Krankenhaus müssen Operationen verschoben werden, die nicht unbedingt jetzt vorgenommen werden müssen. Die Notfallversorgung sei dennoch gewährleistet.

Personalmangel bringt Kliniken ans Limit

Im Lubinus Clinicum mussten aufgrund des Personalmangels zwei Stationen und drei Operationssäle geschlossen werden, die Notfallversorgung sei aber vollständig gesichert, hieß es. Alle Kliniken riefen dazu auf, erprobte Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Infektion wieder sehr ernst zu nehmen und mit jeder nicht hochbedrohlichen Erkrankung die Notaufnahmen zu meiden.

Im Kieler Rettungsdienst können die personellen Engpässe durch Personalverschiebungen innerhalb der Berufsfeuerwehr noch kompensiert werden. „Wer eine Operation verschieben kann, sollte es derzeit tun“, erklärte der Kieler Gesundheitsdezernent Gerwin Stöcken.

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