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Zu wenig BettenMassive Personalengpässe auf Intensivstationen befürchtet

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen warnt Mediziner Prof. Christian Karagiannidis, Mitglied des Corona-Expertenrats, vor massiven Personalengpässen auf Intensivstationen. Die niedrige Anzahl betreibbarer High-Care-Betten sei höchst bedenklich.

Intensivstation
Taechit/stock.adobe.com

Symbolfoto

Der Intensivmediziner Prof. Christian Karagiannidis vom Corona-Expertenrat der Bundesregierung warnt angesichts steigender Covid-19-Infektionszahlen vor massiven Personalengpässen in den Kliniken. So stünde das Gesundheitssystem näher an einem Kipppunkt als bisher vermutet.

Von bundesweit 1300 Intensivstationen hätten Mitte Juni rund 580 erhebliche Personalengpässe gemeldet, inzwischen seien es rund 630. Noch nie hätten so wenige betreibbare High-Care-Betten zur Verfügung gestanden wie derzeit. Während der Schnitt kürzlich bei deutschlandweit rund 8000 gelegen hatte, seien es jetzt noch 7500 mit sinkender Tendenz.

Am 25. Juni 2022 hatte das Robert Koch-Institut (RKI) den bundesweiten Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner mit gut 630 angegeben – eine Woche zuvor hatte er bei knapp 450 gelegen, im Vormonat bei rund 280. Expert*innen gehen weiterhin von vielen unerfassten Fälllen aus.

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