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UnsicherheitStreik um Beschäftigungssicherung am UKGM

Sichere Arbeitsbedingungen und einen Tarifvertrag forderten heute rund 350 Beschäftigte des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM). Seit der Kündigung von Verträgen mit dem Land Hessen durch die Rhön-Klinikum AG herrsche eine große Unsicherheit.

Streik
Tierney/stock.adobe.com

Symbolfoto

Rund 350 Beschäftigte verschiedenster Professionen am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) haben am 13. Juli 2022 bei einem Streik einen Tarifvertrag und sichere Arbeitsbedingungen in dem privatisierten Krankenhaus gefordert. Durch den Ausstand hätten rund drei Viertel der planbaren Eingriffe am heutigen Mittwoch verschoben werden müssen und einige Ambulanzen blieben geschlossen.

Kündigungen befürchtet

Die Mitarbeitenden fürchten eine Aufgliederung des Unternehmens und Kündigungen sowie das Auslaufen von Übernahmegarantien für Auszubildende, weil der Mehrheitseigner Rhön-Klinikum AG eine Zukunftsvereinbarung gekündigt habe, so Verdi.

Erst Ende Juni hatten leitende Mediziner eine rasche Einigung über die Zukunft des UKGM gefordert. Die Gespräche laufen zwischen dem Land Hessen, das noch fünf Prozent an dem 2006 privatisierten Universitätsklinikum hält, und dem Mehrheitseigner, der Rhön-Klinikum-AG, die zwischenzeitlich vom Klinikkonzern Asklepios aufgekauft wurde. Der Rhön-Vorstandsvorsitzende Christian Höftberger hatte Mitte Juni die Kündigung der Zukunftsvereinbarung aus dem Jahr 2017 unter anderem damit begründet, dass dem UKGM Investitionsmittel für Universitätskliniken in Deutschland vorenthalten würden.

In der kommenden Woche sollen die Arbeitsniederlegungen am Standort Gießen fortgesetzt werden.

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