
Muttermilch ist die gesündeste Nahrung für Säuglinge. Sie unterstützt zum Beispiel dabei, späteren allergischen Erkrankungen oder Infektionen vorzubeugen. Am 1. Februar wurde nun am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg die Frauenmilchbank eröffnet. Dort können Mütter von Früh- oder Neugeborenen, die über den Bedarf ihres eigenen Kindes hinaus einen Überschuss an Muttermilch bilden, ihre Milch für andere Frühchen im Klinikum spenden. Die Frauenmilchbank in Freiburg ist die erste in ganz Baden-Württemberg.
"Ziel unserer Frauenmilchbank ist es, alle sehr kleinen Frühgeborenen der eigenen Abteilung mit Muttermilch zu versorgen, um auf künstliche Säuglingsnahrung verzichten zu können", sagt Daniel Klotz, Neonatologe an der Klinik für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Freiburg und Leiter der Frauenmilchbank. In der Frauenmilchbank wird gespendete Muttermilch mikrobiologisch untersucht, bei Bedarf pasteurisiert und bei -20 Grad Celsius gefriergelagert. Die Milch steht nach der Aufbereitung zum Verzehr für Frühgeborene und kranke Neugeborene, die keine Milch der eigenen Mutter erhalten, zur Verfügung. Spenderinnen sind Mütter anderer Neu- oder Frühgeborener, die auf der neonatologischen Intensivstation (Frühchenstation) behandelt werden. Sie werden besonders ausgewählt und auf Erkrankungen getestet.
Frühgeborene, die mit gespendeter Muttermilch anstatt künstlicher Säuglingsnahrung ernährt werden, erleiden unter anderem deutlich seltener schwerwiegende Darmkomplikationen und haben eine bessere Nahrungsverträglichkeit. "Die Frauenmilchbank liefert daher einen wichtigen Baustein in der optimalen Betreuung unserer kleinsten Frühgeborenen", sagt Klotz.
Die Aufbereitung von Frauenmilch als Spendermilch ist aufwändig und sehr teuer. Das Projekt wurde durch eine Anschubfinanzierung des Frühchenvereins Freiburg e.V. möglich gemacht. Die Frauenmilchbank ist angegliedert an den Funktionsbereich Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin.




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