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FinanzierungUnikliniken Magdeburg und Halle erhalten 434 Millionen Euro

Mit 434 Millionen Euro aus Landesmitteln sollen an den Unikliniken in Halle und Magdeburg Zukunftsprojekte angestoßen werden. Halle plant u.a. ein neues Ausbildungszentrum, in Magdeburg profitiert die Robotik.

Finanzen
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Die Universitätskliniken in Halle und Magdeburg erhalten vom Land Sachsen-Anhalt einen kräftigen Investitionsschub in Höhe von 434 Millionen Euro. Gemäß der Vereinbarungen erhält das Magdeburger Uniklinikum 247 Millionen Euro, nach Halle fließen 187 Millionen Euro.

Eine entsprechende Vereinbarung haben Finanzminister Michael Richter (CDU) und Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) mit den ärztlichen Direktoren der Kliniken am 4. März 2022 in Magdeburg unterzeichnet. Mit Hilfe des Geldes soll in den nächsten Jahren in eine „pandemiefestere“ Zukunft der Unikliniken investiert werden.

Erst Ausgleich des Defizits

Zunächst soll ein Teil der Summe jedoch zur Konsolidierung eingesetzt werden. Während der Corona-Pandemie wurde sowohl in Halle als auch in Magdeburg ein Defizit eingefahren. In der Landeshauptstadt rechnet das Universitätsklinikum allein für 2021 mit einem Minus von rund 50 Millionen Euro. In der Pandemie habe sich die Finanzsituation enorm verschlechtert.

Wissenschaftsminister Willingmann erneuerte im Rahmen der Verhandlungen seine Forderung nach einem neuen System zur Finanzierung der Universitätsmedizin. Eine Reform des Fallpauschalensystems sei genauso nötig wie Zuschläge für Universitätskliniken.

Investition in die Zukunft

In Halle soll in den nächsten Jahren unter anderem ein Ausbildungszentrum für Pandemie- und Katastrophenbewältigung entstehen, in dem Abläufe für den Ernstfall geprobt werden können. Außerdem soll ein Labor für Molekularbiologie und Sequenzierung errichtet werden. Hierfür sind 43 Millionen Euro veranschlagt.

Am Universitätsklinikum Magdeburg setzt man dagegen auf das Thema Robotik. Unter anderem soll ein „Roboterchirurg“ gebaut werden, welcher auch bei kritischen Infektionslagen selbständig operieren kann. Zudem sei die Entwicklung von Roboteruntersuchungen via Telemedizin und Assistenzsysteme für Pflegekräfte geplant.

Ein Großteil der Summe von 434 Millionen Euro stammt aus dem Corona-Sondervermögen, das der Landtag im Dezember beschlossen hatte. Der Wissenschaftsminister kündigte eine genaue Kontrolle der Mittelverwendung an.

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