Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG
Georg Thieme Verlag KGGeorg Thieme Verlag KG

UniversitätsmedizinNeue Vereinbarung stärkt den Oldenburger Verbund

Fünf Partner, eine neue Struktur: Die Universitätsmedizin Oldenburg verzahnt Kliniken und Universität künftig auch auf der Leitungsebene. Die Basis für das Uniklinkum im Verbund ist damit geschaffen. 

Rahmenvereinbarung Unimedizin Oldenburg
Daniel Schmidt/Universität Oldenburg
Wissenschaftsminister Falko Mohrs (vorne links) und Universitätspräsident Prof. Ralph Bruder (vorne rechts) mit der neuen Rahmenvereinbarung der UMO. Außerdem alle Unterzeichnerinnen und Unterzeichner sowie der Dekan.

„Wir stellen heute die medizinische Versorgung im Nordwesten auf ein noch festeres Fundament.“ Mit diesen Worten umriss Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) die Tragweite eines Moments, der für die Gesundheitsversorgung in der Region richtungsweisend sein dürfte. Am 2. Juni 2026 unterzeichneten die Universität Oldenburg, das Klinikum Oldenburg, das Evangelische Krankenhaus Oldenburg, das Pius-Hospital Oldenburg und die Karl-Jaspers-Klinik gemeinsam mit dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium eine neue Rahmenvereinbarung.

Kern der Vereinbarung sind personelle Verbindungen auf höchster Leitungsebene: Der Universitätspräsident Prof. Ralph Bruder wird künftig stimmberechtigtes Mitglied im Verwaltungsrat des Klinikums Oldenburg. Der Dekan der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften, Prof. Hans Gerd Nothwang, rückt in den Klinikumsvorstand ein. Beide erhalten Vetorechte bei Entscheidungen, die Forschung und Lehre wesentlich berühren. 

Prof. Andrea Morgner-Miehlke, Medizinische Vorständin des Klinikums, wird stimmberechtigtes Mitglied im Dekanat der Medizinischen Fakultät. Auch die drei weiteren Krankenhäuser sind künftig über eine neue Prodekanatsstelle in der Fakultätsleitung vertreten. Ergänzt wird die neue Struktur durch ein jährlich tagendes Trägerboard, das Universitäts- und Krankenhausleitungen mit Vertreterinnen und Vertretern der zuständigen Ministerien zusammenbringt.

Dass Universität und Krankenhäuser nun auch auf Organisationsebene eng miteinander verbunden sind, zeugt von dem großen Vertrauen, das wir einander entgegenbringen.

Bruder würdigte die Einigung als Zeichen gewachsenen Vertrauens: „Diese Vielfalt ist das, was uns ausmacht. Sie bietet unseren Medizinstudierenden Ausbildungsmöglichkeiten, die ihresgleichen suchen, und garantiert den Menschen in der Region das gesamte Spektrum einer universitätsmedizinischen Versorgung.“

Meilenstein in einem bewegten Jahr

Für Dekan Nothwang ist die neue Rahmenvereinbarung nur einer von mehreren Meilensteinen, den die UMO in diesem Jahr erreicht: „Am Pophankenweg steht der Baubeginn für das erste eigene Gebäude der UMO bevor und zum Wintersemester wächst der Studiengang Humanmedizin auf 200 Anfänger*innen jährlich.“

Inhaltlich wollen die Partner die Region zur Modellregion für zukunftsfähige Gesundheitsversorgung entwickeln, Partnerschaften z.B. mit der Universität Groningen ausbauen und attraktive Karrierewege für medizinische Fachkräfte schaffen.

Gemeinsam mit unseren Partnern wird das Klinikum als zentraler Anker dazu beitragen, die Verbindung zwischen Forschung, Lehre und Patientenversorgung in der Region zu verstetigen.

Das Pius-Hospital und das Evangelische Krankenhaus Oldenburg betonten die Bedeutung gleichberechtigter Partnerschaft auf dem Weg zu einem Universitätsklinikum im Verbund. Michael Poerschke, Geschäftsführer der Karl-Jaspers-Klinik, hob einen bislang ungelösten Aspekt hervor: Die Vereinbarung schaffe erstmals die Grundlage, „die Beiträge der Kooperationskrankenhäuser auch finanziell verlässlicher abzubilden.“

Sortierung
  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Jetzt einloggen