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Rekord-TempoUniversitätsklinik Düsseldorf errichtet Neubau für Corona-Patienten

Auf dem Gelände des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) entsteht derzeit in rekordverdächtigem Tempo ein neues Gebäude für Covid-19-Patienten. Im Falle steigender Infektionszahlen soll der Klinikbau die vollständige räumliche Trennung der Patienten ermöglichen.

Neubau Universitätsklinikum Düsseldorf
Universitätsklinikum Düsseldorf

Mitte August 2020 ist der Rohbau des UKD-Neubaus bereits fertig.

Die UKD errichtet das Gebäude in besonders schnell umzusetzender Modulbauweise. Binnen drei Wochen sei so auf einem Betonfundament ein dreistöckiges Gebäude entstanden, bestehend aus 97 Baumodulen mit 5200 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Das neue Gebäude soll im 1. Obergeschoss über einen Skywalk an das Zentrum für Operative Medizin II (ZOM II) angebunden werden, in dem auf gleicher Ebene eine weitere Intensivstation lokalisiert ist.

Der Modulbau ist eine Maßnahme, die die Behandlungsmöglichkeiten auf den Fall einer starken Ausweitung von Infektionen vorbereiten soll. Dazu wurden Räumlichkeiten geschaffen in denen maximal 18 Intermediate-Care- und 25 Intensivpatientinnen und -patienten aufgenommen werden können. Auf Grund der historisch gewachsenen Pavillonstruktur des UKD musste die Behandlung von Covid-19 Patienten bisher an mehreren verschiedenen Orten auf dem Gelände erfolgen. Bei einer massenweisen Einlieferung von infektiösen Patienten hätten sogar auch OPs und Aufwachräume als improvisierte Intensivstationen mit Beatmung genutzt werden müssen.

Hochkomplexes Projekt in Schnellbauweise

Mit dem Modulbau kann das UKD zukünftig die Behandlung von Covid-19 Patienten in einem Gebäude konzentrieren und damit auch vom restlichen Krankenhausbetrieb besser abkoppeln. Für solche Notlagen hat das UKD ein stufenweises Konzept erarbeitet. Danach würde in so einem Notfall auch Personal aus anderen Bereichen herangezogen und mit Hilfspersonal ergänzt. 

NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) sprach von einer „großen logistischen Leistung“. Der Kaufmännische Direktor des UKD Ekkehard Zimmer kommentierte: „Die Modulbauweise und auch die angesichts der Corona-Pandemie schnelleren Genehmigungsprozesse haben es möglich gemacht, dass wir ein hochkomplexes Bauprojekt so schnell wie nie zuvor umsetzen konnten.“ Der Bau war erst im April 2020 bewilligt worden.

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