Georg Thieme Verlag KG
kma Online

HamburgUnternehmer Marseille verkauft MK-Kliniken

Einer der größten privaten Heimbetreiber, Ulrich Marseille, hat den Betrieb von 46 Pflegeheimen an die französische Investorengruppe Cheques Capital verkauft.

Foto: Marseille Kliniken

Zentrale der MK-Kliniken AG

Zusammen mit den 46 Heimen der stationären Altenpflege werden auch 5400 Heim- und etwa 4000 Arbeitsplätze an die französischen Investoren verkauft. Die MK-Kliniken AK verliert damit die meisten ihrer knapp 5000 Beschäftigten und etwa zwei Drittel des Umsatzes, so die "Süddeutsche Zeitung". Marseille wolle das Unternehmen umbauen und neu ausrichten. Der Kaufpreis beträgt mehrere hundert Millonen Euro.

Auch dazugehörige Immoblen sollen verkauft werden - dies würde dem MK-Konzern weitere Millionen enbringen. Unternehmer Marseille plant keine Ausschüttung dieses Gewinns. Für den Verkauf nennt er persönliche Gründe: "Ich will nach so vielen Jahren nicht mehr die Verantwortung für so viele Mitarbeiter tragen", sagte er. "Ich habe keine Lust mehr, mich im harten Tagesgeschäft zu bewegen und muss auch niemandem mehr beweisen, dass ich es kann, am wenigsten mir selbst."

Mit dem eingenommenen Geld will der 61-Jährige Top-Unternehmer die MK-Kliniken nach seinen Vorstellungen ausbauen. Ein neues Geschäftsfeld soll entstehen, das sich um die Entwicklung und den Vertrieb spezieller IT für den Klinik- und Heimbetrieb kümmert.  Ferner will Marseille eine Beteiligungssparte aufbauen, über die MK-Kliniken im In- und Ausland bei Unternehmen aus der Gesundheitsbranche einsteigen soll.

Bitte loggen Sie sich ein, um einen neuen Kommentar zu verfassen oder einen bestehenden Kommentar zu melden.

Jetzt einloggen

  • Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!