
Das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln hat einen neuen Direktor: Dr. Günther Flämig tritt sein Amt ab Juni 2026 an. Das zur St. Franziskus-Stiftung Münster gehörende Haus zählt 170 Betten, rund 390 Mitarbeitende und sieben medizinische Fachabteilungen. Jährlich werden rund 6000 Patienten stationär und rund 22.000 ambulant behandelt.
Der 57-jährige Flämig ist promovierter Arzt und studierter Ökonom. Er kommt vom mittlerweile geschlossenen Standort der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz in Würzburg. Die 100-Betten-Klinik hatteim September 2025 ein Schutzschirmverfahren beantragt und stellte Ende März 2026 den Betrieb endgültig ein. Tragfähige Perspektiven für den Standort hätten sich trotz intensiver Verhandlungen nicht entwickeln lassen, hieß es damals. Ein Teil der rund 200 Mitarbeitenden wechselte zum Klinikum Würzburg Mitte.
Flämig war ursprünglich im Rahmen eines Managementvertrages der Unternehmensberatung HMG zum Ende des Insolvenzverfahrens in München hinzugekommen und hatte zunächst beide Standorte (München und Würzburg) verantwortet. Die Münchner Klinik konnte das Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich abschließen und neu starten, dem Haus in Würzburg gelang das nicht. Vor seiner Zeit bei den Rotkreuzkliniken war Flämig Krankenhausgeschäftsführer in Essen.
Erfahrung in Bauvorhaben
Regionalgeschäftsführer Dr. Conrad Middendorf hebt seine Erfahrung mit Bauprojekten hervor, denn in Süchteln steht der Neubau eines Geriatrie-Bettenhauses an. „Mit Dr. Flämig gewinnen wir einen ausgewiesenen Experten, der über medizinische und betriebswirtschaftliche Kompetenz verfügt und umfangreiche Erfahrung in Führung und Weiterentwicklung von Krankenhäusern mitbringt", erklärte Dr. Nils Brüggemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.
Flämig selbst kündigte an, die Vernetzung mit niedergelassenen Ärzten und umliegenden Kliniken auszubauen: „Die positive wirtschaftliche Entwicklung und der ausgezeichnete Ruf des Hauses sind eine hervorragende Grundlage.“ Im geplanten Neubau sieht er optimale Gestaltungsmöglichkeiten für die Abläufe und Patientenversorgung.
Sein kaufmännischer Vorgänger Thomas Becker begleitet die Übergangsphase bis Ende 2026 und tritt dann in den Ruhestand.
Geriatrie-Neubau in Süchteln
Der Neubau des Bettenhauses für die Geriatrie des ist als ein barrierefreies, demenzsensibles Gebäude geplant. Der Spatenstich ist für 2026 vorgesehen, die Fertigstellung für Ende 2029. Das St. Irmgardis ist das einzige Krankenhaus im Kreis Viersen mit einer Geriatrie.
Das Land NRW fördert das Bauvorhaben mit 28,7 Millionen Euro. Der Förderbescheid wurde von Ministerpräsident Hendrik Wüst und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann übergeben. Die Förderung erfolgt im Rahmen des NRW-Investitionsprogramms Krankenhaus-Einzelförderung, aus dem landesweit 24 Häuser mit insgesamt 823 Millionen Euro bedacht werden.





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