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Beschäftigte zum KWMRotkreuzklinik Würzburg stellt Betrieb ein

Mit dem Haus in Würzburg ist eine weitere Rotkreuzklinik endgültig geschlossen. Der Standort war seit September 2025 insolvent. Ein Teil der Belegschaft kann zum Klinikum Würzburg Mitte wechseln.

Rotkreuzklinik Würzburg
Rotkreuzklinik Würzburg
Bis zum 20. März wurden an der Rotkreuzklinik Würzburg noch Patienten behandelt.

Die Anzeichen haben sich bestätigt: Die insolvente Rotkreuzklinik Würzburg ist Geschichte. Seit dem 25. März werde der Klinikbetrieb nicht weitergeführt, heißt es auf der Homepage des Hauses. Die Entscheidung, den Betrieb einzustellen, sei ein notwendiger Schritt innerhalb der weiterhin laufenden Sanierung, heißt es weiter. Das im September 2025 begonnene Eigenverwaltungsverfahren selbst sei noch nicht abgeschlossen.

In den vergangenen Monaten habe man mit hohem Einsatz daran gearbeitet, tragfähige Perspektiven für den Standort zu entwickeln, betonen die Verantwortlichen. Trotz intensiver Gespräche und Verhandlungen sei das jedoch nicht erfolgreich gewesen. „Der Erhalt und Betrieb der bestehenden Gebäudestruktur ließen eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung am Standort nicht mehr zu“, heißt es in einer Mitteilung. Bis zum 20. März 2026 seien an der Klinik, die bislang zur Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz gehörte, sowohl laufende Behandlungen als auch planbare Eingriffe regulär durchgeführt worden. Patienten, die zu diesem Zeitpunkt noch stationär versorgt worden seien, habe man zwischenzeitlich entlassen.

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Für die bislang rund 200 Mitarbeitenden gibt es mittlerweile eine Perspektive: Zumindest ein Teil der Belegschaft wechsle im Rahmen des Sanierungsverfahrens zum 1. April an das Klinikum Würzburg Mitte (KWM), heißt es in der Mitteilung weiter. Die getroffene Vereinbarung umfasse zudem die praktische Ausbildung der angehenden Pflegeauszubildenden zum 1. April.

Die Mitarbeiter werden unser Team fachlich wie menschlich nachhaltig stärken.

„Unser Ziel war von Beginn an, den Beschäftigten verlässliche Optionen zu geben und zugleich die medizinische Versorgung in der Region zu sichern“, sagt Interim-Geschäftsführer Markus Bunzel. Mit dem erzielten Ergebnis mit dem KWM und den Anschlussbeschäftigungen sei „ein wichtiges, tragfähiges Fundament gelungen“.

„Wir sind frühzeitig in einen konstruktiven und lösungsorientierten Austausch eingetreten, um tragfähige Perspektiven für die Beschäftigten zu schaffen“, erklärt KWM-Geschäftsführer Dominik Landeck. Sein Haus stimme den zukünftigen Einsatzbereich mit jedem Mitarbeitenden „so individuell wie möglich ab“ und gehe dabei auf Wünsche und Qualifikationen ein.

Man habe alle verfügbaren Spielräume genutzt, „um tragfähige Lösungen für die Beschäftigten und den Standort zu entwickeln“, betont der Generalhandlungsbevollmächtigte Markus Kohlstedt von Eckert Rechtsanwälte, der das Verfahren mit seinem Kollegen Dr. Mark Boddenberg weiter begleitet. Der Teilübergang von Mitarbeitenden an das KWM sei ein wesentliches Ergebnis des Sanierungsverfahrens „und ein ermutigendes Signal für die Region“.

Klinikum Würzburg Mitte

Das Klinikum Würzburg Mitte (KWM) ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit zwei Standorten in Würzburg, der Missioklinik und dem Juliusspital. Mehr als 2400 Beschäftigte versorgen jährlich rund 30.000 stationäre Patienten. Ergänzend betreibt das KWM ein Medizinisches Versorgungszentrum an drei Würzburger Standorten.

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