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Menger macht SchlussKliniken Frankfurt Main-Taunus suchen neuen Chef

Die Varisano Kliniken Frankfurt Main-Taunus suchen per Stellenanzeige einen neuen Geschäftsführer. Einem Zeitungsbericht zufolge will Martin Menger seinen Mitte Februar 2023 endenden Vertrag nicht verlängern.

Martin Menger
Klinken Frankfurt Main Taunus

Martin Menger will seinen Vertrag mit den Kliniken Frankfurt Main-Taunus offenbar nicht verlängern.

In der Doppel-Spitze des nach eigenen Angaben größten kommunalen Krankenhausunternehmens im Rhein-Main-Gebiet steht eine Veränderung an. In einer Stellenanzeige suchen die Varisano Kliniken Frankfurt Main-Taunus (KFMT) „zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n weitere/n Geschäftsführer*in“. Grund sei das altersbedingte Ausscheiden des Vorsitzenden der Geschäftsführung, heißt es in der Ausschreibung.

Der bisherige Amtsinhaber Martin Menger habe sich entschieden, seinen noch bis Mitte Februar 2023 laufenden Vertrag nicht zu verlängern, berichtet die „Frankfurter Rundschau“ (FR). Demnach habe ihm der Aufsichtsrat der KFMT einen weiteren Fünf-Jahres-Vertrag angeboten, doch der 63-Jährige habe das aus „ausschließlich persönlichen Gründen“ abgelehnt.

Drei Standorte mit rund 1400 Betten

Der 2016 gegründete Klinikverbund Frankfurt-Main-Taunus GmbH firmiert seit November 2021 unter der Marke „Varisano“. Er betreibt die kommunalen Kliniken an den drei Standorten Bad Soden, Hofheim und Frankfurt-Höchst. Laut Stellenausschreibung verfügen die KFMT insgesamt über rund 1400 stationäre und 75 teilstationäre Betten und beschäftigen mehr als 3950 Mitarbeitende. Gesellschafter sind der Main-Taunus-Kreis und die Stadt Frankfurt.

Derzeit ist Martin Menger zusammen mit dem zweiten KFMT-Geschäftsführer Stefan Schad sowohl für den Verbund als auch für alle drei Klinikstandorte verantwortlich. Schad war ab 2018 zunächst Geschäftsführer der Kliniken des Main-Taunus-Kreises geworden und ist seit Januar 2021 auch als Geschäftsführer im Klinikum Frankfurt-Höchst tätig.

Rückt Stefan Schad an die Spitze?

Nach Mengers Weggang könnte Schad als Vorsitzender der Geschäftsführung an die KFMT-Spitze rücken, mutmaßt die „FR“. In der Stellenanzeige für den neuen Geschäftsführer heißt es „Gemeinsam mit dem neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung verantworten Sie das wirtschaftliche Ergebnis sowie die medizinische und pflegerische Qualität der KFMT“. Bei der Frage halte sich die KFMT bislang noch bedeckt, schreibt die Zeitung. Demnach solle über den Vorsitz innerhalb der Geschäftsführung „zu einem späteren Zeitpunkt entschieden“ werden.

Martin Menger, so heißt es in dem Bericht weiter, werde auch nach Auslaufen seines Vertrages noch für das Unternehmen arbeiten. Im Rahmen einer Organtätigkeit in der für den Neubau in Höchst verantwortlichen Zentralen Errichtungsgesellschaft (ZEG) werde er deren Bauprojekte weiter begleiten, so die „FR“. Dabei gehe es um die Inbetriebnahme und den Umzug in den Neubau sowie im zweiten Bauabschnitt um die Errichtung eines Funktionsbaus. Der Stellenanzeige zufolge soll die Inbetriebnahme des neugebauten Klinikums Frankfurt Höchst, das auf sechs Geschossen 670 Betten, rund 40 tagesklinische Plätze und zehn Operationssäle umfasse, bis zum Ende des Jahres erfolgen.

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