
Aufgrund der steigenden Komplexität von technischen Dienstleistungen und Bauvorhaben setzen die Knappschaft Kliniken auf einen eigenen Geschäftsführungsbereich. Das Technik und Infrastrukturmanagement (TIM) verantwortet Frank-Michael Frede als Geschäftsführer der Knappschaft Kliniken Solution seit dem 1. Januar 2026. Das Unternehmen bildet die operative Zentrale des Verbundes, in der alle zentralen technischen Dienstleistungen und Bauaktivitäten zusammengeführt werden
Zu TIM gehört die Krankenhausbetriebstechnik, Medizintechnik und AEMP sowie die Planung und Umsetzung von verbundweiten Bauprojekten. Der neue Bereich soll Entscheidungswege, technische Verantwortung und Prozesse klarer zusammenführen und steuern. Bei der Abbildung der technischen Prozesse setzen die Knappschaft Kliniken auf einheitliche Verfahren für Planung, Bau und Betrieb sowie einen zentralen Zugriff auf Planungs-, Genehmigungs- und Revisionsunterlagen. Diese sollen digital abgebildet werden.
Erste Effekte ab 2027
Für den Aufbau seines Bereichs hat der neue Geschäftsführer Frede rund zwölf Monate Zeit. Die Zielvorgabe ist klar: Erste messbare Effekte sollen ab 2027 erzielt werden, ab 2028 dann ökonomische und qualitative Erfolge.
Bei seiner neuen Aufgabe soll Frede seine langjährige Erfahrung in der Führung von technischen Dienstleistungen im Krankenhausumfeld, darunter Medizintechnik, Krankenhausbetriebstechnik und AEMP einbringen. In früheren Funktionen war er für IT-Prozesse und Cybersecurity verantwortlich. Außerdem hat er große Bauprojekte, unter anderem am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, begleitet. Er war viele Jahre Geschäftsführer von Vamed Deutschland und später Mitglied des Vorstands der Vamed AG. Seine letzte Station war bei Fresenius Health Services, ebenfalls als Geschäftsführer.
Der neue Bereich TIM ist schlank gehalten. Controlling- und KPI-Funktionen werden im Projektmanagement direkt unter der Verantwortung von Frede verankert. Die Techniker der Standorte sollen so von projektbezogenen Bauaufgaben entlastet werden und sich stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Zudem sollen Schnittstellen reduziert werden, indem ausgewählte Leistungen intern von Architekten, Ingenieuren und Projektsteuerern erbracht werden. Externe Vergaben sollen nur gezielt erfolgen.
Mit TIM bündeln wir Verantwortung dort, wo Entscheidungen vorbereitet und gesteuert werden müssen.
„Mit TIM bündeln wir Verantwortung dort, wo Entscheidungen vorbereitet und gesteuert werden müssen“, sagt Andreas Schlüter, CEO der Knappschaft Kliniken. Auch Frede betont den holistischen Ansatz: „Technik, Bau und digitale Prozesse lassen sich im Krankenhausbetrieb nicht mehr getrennt betrachten. TIM schafft einen Rahmen, um diese Bereiche gemeinsam zu steuern und Entscheidungen auf eine nachvollziehbare Grundlage zu stellen.“





Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen