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Dehne bleibt GeschäftsführerMatthias Bracht will Vorstandsvorsitz der AKG abgeben

Nach zwei Amtszeiten wird Dr. Matthias Bracht nicht erneut als Vorstandschef der Allianz Kommunaler Großkrankenhäuser kandidieren. Derweil wollen die 27 Mitglieder des Verbunds künftig noch intensiver zusammenarbeiten.

Dr. Matthias Bracht
Schmidt-Dominé
Dr. Matthias Bracht ist Vorstandsvorsitzender der AKG-Kliniken und Geschäftsführer Medizin des Klinikums Region Hannover (KRH).

Bei der Allianz Kommunaler Großkrankenhäuser (AKG-Kliniken) stehen größere Veränderungen an. Unter anderem wird es eine Neuausrichtung des Vorstands geben: Der bisherige Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias Bracht werde nach zwei Amtszeiten bei der Wahl im November 2023 nicht erneut antreten, gaben die AKG-Kliniken nach ihrer Mitgliederversammlung bekannt.

Dagegen wurde der Vertrag mit dem bisherigen Geschäftsführer Nils Dehne für weitere drei Jahre verlängert. Mit Dehne sei es unter anderem gelungen, „das Verständnis für eine regional vernetzte Versorgung auf Basis klar definierter und aufeinander aufbauender Versorgungsrollen ganz vorne auf der Agenda zu platzieren“, sagte Bracht, der auch Geschäftsführer Medizin des Klinikums Region Hannover (KRH) ist.

Geschäftsstelle zieht zum Deutschen Städtetag

Für den Interessenverbund, der mit seinen Mitgliedshäusern etwa zehn Prozent der deutschen Krankenhausleistungen abbildet, sei „mehr Zusammenarbeit und mehr Vernetzung“ eine „zentrale Antwort auf die meisten Herausforderungen unserer Zeit“, betonte Dehne. Dazu passe auch die neue Adresse der AKG-Geschäftsstelle: Sie befinde sich zukünftig im Berliner Standort des Deutschen Städtetages.

In den AKG-Kliniken haben sich 27 Großkrankenhäuser und Krankenhausverbünde aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen. Sie stehen für einen Umsatz von nahezu 10,5 Milliarden Euro, rund 45 500 Betten sowie mehr als 130 500 Mitarbeitende. Alle AKG-Mitglieder sind Maximalversorger in kommunaler Trägerschaft.

Vorhaltungen für Notfallversorgung stärker berücksichtigen

Zentrale Themen der jüngsten Mitgliederversammlung waren der AKG zufolge die gemeinsame Nutzung von Daten sowie eine systematische Etablierung von technologischen Innovationen. Absolute Priorität habe jedoch die aktuelle politische Auseinandersetzung um die anstehende Krankenhausreform. Mit großer Geschlossenheit setzten sich die Mitglieder für eine stärkere Berücksichtigung der Vorhaltungen für die Notfall- und Intensivversorgung bei einer Reform des DRG-Systems ein, heißt es in der Mitteilung.

Diese Aufgaben fänden in den aktuellen Leistungsgruppenkonzepten bisher nicht ausreichend Berücksichtigung. Dabei, so Christian Geiger, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Braunschweig, im AKG-Podcast „Politik trifft Wirklichkeit“, sei es gerade diese Versorgungsrolle, die die überregionale Verantwortung der kommunalen Großkrankenhäuser widerspiegele und auch die kommunalen Träger immer häufiger an ihre finanziellen Grenzen bringe.

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