
Median hat seine medizinische Führungsstruktur erweitert und die neue Funktion der Direktorin für Medizinisches Management (DMM) geschaffen. Die erste Amtsinhaberin ist Dr. Felicitas Stocker. Mit ihr bekomme die Medizin im Konzern erstmals eine eigene, konzernweite Stimme auf strategischer Ebene, teilt der Reha-Anbieter mit.
Die Medizin erhält eine klare Stimme – und klare Verantwortung.
Als Stabsstelle, direkt bei Deutschland-CEO Prof. Marc Baenkler verankert, koordiniere die DMM die Medical Boards aller Indikationen, bringe medizinische Themen konzernweit auf die Agenda und sorge dafür, „dass Entscheidungen schneller, klarer und evidenzbasierter getroffen werden“. „Die Medizin erhält eine klare Stimme – und klare Verantwortung“, betont Baenkler: „Wir schaffen damit eine Brücke zwischen klinischer Expertise und strategischer Steuerung, die wir in dieser Form bislang nicht hatten.“
Die Entstehung der DMM-Funktion sei das Ergebnis einer konkreten Erfahrung, heißt es weiter. Stocker führt seit 2024 die Median Buchberg-Klinik Bad Tölz – eine Einrichtung mit 300 Betten und den Indikationsschwerpunkten Orthopädie, Neurologie und Kardiologie – in einer Doppelrolle als Chefärztin für Orthopädie und gleichzeitig als kaufmännische Klinikleitung.
Was als pragmatische Lösung gestartet sei, habe sich schnell als struktureller Vorteil erwiesen, so Median: „Eine Führungskraft, die medizinische und ökonomische Perspektiven nicht nur kennt, sondern täglich verbindet, trifft Entscheidungen schneller, klarer und mit weniger internen Reibungsverlusten.“ Dieser Effekt habe sich nicht nur in der Klinik gezeigt, sondern auch in regionalen Konferenzen und zunehmend in konzernweiten Projekten. Aus dieser Erfahrung sei die Idee für die DMM-Funktion entstanden.
„Ich habe zwei Jahre lang eine Klinik mit drei Fachbereichen geleitet – medizinisch und kaufmännisch gleichzeitig“, erklärt Stocker. Diese Doppelperspektive habe ihr gezeigt, „was möglich ist, wenn beide Seiten dieselbe Sprache sprechen“.
Felicitas Stocker ist Fachärztin für Orthopädie, hat 20 Jahre Erfahrung in der Rehabilitation und ist seit acht Jahren für Median tätig. Ihre neue Position übe sie in einer 50/50-Konstruktion aus, so das Unternehmen weiter – als Chefärztin und DMM zugleich. Die Konstruktion sei bewusst gewählt, um zu verhindern, „dass die strategische Steuerung von der klinischen Realität abhebt“. Die neue Rolle sei ihr wichtig, betont Stocker: „Weil ich weiß, was in den Kliniken gebraucht wird. Und weil ich jetzt dafür sorgen kann, dass es auch strukturell gehört wird.“









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