
Der Mediziner war während des Mordprozesses gegen den früheren Krankenpfleger Niels Högel am Oldenburger Landgericht wegen der Informationspolitik des Klinikums in die Kritik geraten. Der Vorsitzende Richter Sebastian Bührmann hatte den Aufklärungswillen Tenzers angezweifelt. Wichtige Protokolle und Strichlisten mit Todesfällen seien erst spät an die Ermittler weitergegeben worden.
Tenzer hatte in einer vierseitigen persönlichen Erklärung den Vorwurf der Vertuschung zurückgewiesen und die Anschuldigungen als substanzlos und unhaltbar kritisiert.
Das Landgericht Oldenburg hatte den Ex-Krankenpfleger Högel vor zwei Wochen wegen 85 Morden zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte seine Opfer in den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst zwischen 2000 und 2005 mit Medikamenten zu Tode gespritzt.





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